Die Titelverteidigerinnen vom TTC Berlin Eastside haben beim Final-Four-Turnier der Tischtennis-Champions-League in Tarnobrzeg/Polen mit ihrem Protest-Aufgebot erwartungsgemäß das Finale verpasst. Die Berlinerinnen hatten aus Ärger über die terminliche Ansetzung sowie Veränderungen des Wettbewerbsformats nicht ihre besten Spielerinnen nominiert und verloren im Halbfinale gegen Gastgeber KTS Tarnobrzeg mit 0:3.

Berlin fokussiert auf Meistertitel

Berlin priorisiert den Gewinn des Meistertitels, hier fällt die Entscheidung am kommenden Wochenende gegen den TSV Dachau um Deutschlands Topspielerin Sabine Winter. Gegen Tarnobrzeg mit der deutschen Nationalspielerin und früheren Top-10-Spielerin Ying Han kamen Junioren-Doppelweltmeisterin Mia Griesel (20), Yuka Kaneyoshi (19) und die erst 16-jährige Josi Neumann (16) zum Zuge – gegen ihre deutlich erfahreneren Kontrahentinnen gelang ihnen kein Satzgewinn.

„Die ETTU (Europäische Tischtennis-Union; d.Red.) nimmt uns unsere wichtigsten Heimspiele für unsere Fans, Sponsoren und die Medien ohne eine entsprechende Gegenleistung“, hatte Berlins Manager Andreas Hain im Vorfeld gesagt und damit den „Protest“ beim Turnier um Europas Krone begründet. Das Preisgeld falle zudem „so niedrig“ aus, „dass wir einen hohen Verlust einfahren werden“.

Weiter kritisierte Hain die geplanten Änderungen für die kommende Saison. Aus seiner Sicht ermögliche der künftige Champions-League-Modus, „mit zwei Nicht-Europäerinnen zu spielen“, wodurch Arbeitsplätze europäischer Spitzenspielerinnen gefährdet würden. „Das wollen wir nicht unterstützen“, so Hain.