Eva Lys hat beim Tennis-Masters in Rom ihren zarten Aufwärtstrend bestätigt, eine Überraschung aber knapp verpasst. In der italienischen Hauptstadt verlor die Hamburgerin nach großem Kampf in der zweiten Runde gegen die viermalige Grand-Slam-Gewinnerin Naomi Osaka 4:6, 6:4, 3:6.

Damit ist Laura Siegemund die einzig verbliebene Deutsche im WTA-Turnier, sie trifft am Abend auf Jekaterina Alexandrowa. Am Donnerstag war bereits Tatjana Maria in Runde zwei ausgeschieden, Tamara Korpatsch war in Runde eins gescheitert.

Nach einer zuletzt schwierigen Phase zeigte Lys gegen Osaka eine gute Leistung und erzwang einen Entscheidungssatz. In diesem behielt die Favoritin allerdings die Oberhand und setzte sich nach mehr als zwei Stunden mit dem ersten Matchball durch.

Tennis: Lys sucht ihre Topform

Nachdem Lys in Runde eins der Auftaktsieg gegen die britische Weltranglisten-60. Katie Boulter gelungen war, sorgte die 24-Jährige am Freitag für einen ausgeglichenen ersten Satz. Die Japanerin Osaka überzeugte zunächst beim eigenen Aufschlag, gewann zwei Spiele gar ohne Punktverlust.

Doch Lys, die im Anschluss an ihre bei den Australian Open erlittene Knieverletzung zuletzt noch nicht zurück zu ihrer Topform gefunden hatte, kämpfte sich nach 2:5-Rückstand auf 4:5 zurück, verlor dann aber ihr eigenes Aufschlagspiel.

Im zweiten Satz blieb Lys an der Grundlinie solide und nutzte immer wieder die Fehler ihrer Kontrahentin aus, auch das Aufschlagspiel wurde stabiler. Im Entscheidungssatz brachte Lys dann allerdings keinen eigenen Aufschlag mehr durch – und erlaubte sich obendrein zu viele unnötige Fehler.