Auf Youtube geben Daria Kasatkina und Natalia Zabiiako regelmäßig Einblicke hinter die Kulissen des Tenniszirkus. In der neuesten Ausgabe erleben die Fans eine Kasatkina, die ungeschminkt über das Leben auf der WTA-Tour herzieht.

„Sch*** Tennis“, flucht die aktuelle Nummer zwölf der WTA-Rangliste dabei auf dem Rücksitz eines Autos und schimpfte weiter: „Das Tennisspielen selbst ist das Einfachste, was wir tun. Alles andere ist einfach völliger Blödsinn.“

Wie die 26-Jährige zuvor erklärte, waren sie und ihre Lebenspartnerin Zabiiako auf dem Weg zu den China Open in Peking Anfang Oktober. Da sie zuvor bei den Toray Pan Pacific Open in Tokio am Start war und dort das Viertelfinale erreicht hatte, sah sie sich in einem logistischen Albtraum gefangen.

Kasatkina: „Völlig am Ende“

„Ich habe letzte Nacht in Tokio gespielt und es war unmöglich, abends zu fliegen“, erklärte sie in dem Video. „Also musste ich am nächsten Tag fliegen und um 10 Uhr morgens antreten. Ich musste früher ankommen, damit ich Zeit zum Training habe, denn am Sonntagmorgen, muss ich spielen.“

Ein Umstand, der nicht spurlos an ihr vorbeiging. „Ehrlich gesagt, bin ich völlig am Ende.“ Die ganze Rumreiserei auf der Tour werde ihr zu viel. „Mein Körper sagt mir, dass ich einfach aufhören soll. Zum dritten Mal in diesem Monat habe ich eine Halsentzündung.“

„Keinen schlimmeren Sport als Tennis“

Doch nicht nur gesundheitlich sei das Leben auf der WTA-Tour eine enorme Herausforderung. Generell müsse man einer Tenniskarriere alles im Leben unterordnen, seufzte Kasatkina. „In puncto Lebensplanung gibt es keinen schlimmeren Sport als Tennis. Es ist kompletter Schwachsinn.“

Zumindest war Kasatkina pünktlich in Peking angekommen und zog nach einem Dreisatz-Sieg gegen die Ägypterin Mayar Sherif in die zweite Runde ein. Dort war allerdings Schluss gegen die Chinesin Xin Wang.

Den Turnierkalender beenden die WTA Finals vom 29. Oktober bis 6. November (im SPORT1-Liveticker) in Cancún (Mexico). Da Kasatkina für das Saisonfinale nicht qualifiziert ist, darf sie schon vorher in den wohlverdienten Urlaub, um sich von den Tennisstrapazen zu erholen.