Die Absage von Jannik Sinner für die Davis-Cup-Finals (18. bis 23. November) hat ihm heftige Kritik beschert.

„Das ist eine Ohrfeige für den italienischen Sport. Ich verstehe nicht, warum er von einer schwierigen Entscheidung spricht, er muss doch Tennis spielen und keinen Krieg führen“, sagte die italienische Tennis-Ikone Nicola Pietrangeli der Nachrichtenagentur Ansa.

Die Absage der Davis-Cup-Finals bringt Jannik Sinner harsche Kritik ein
Die Absage der Davis-Cup-Finals bringt Jannik Sinner harsche Kritik einDie Absage der Davis-Cup-Finals bringt Jannik Sinner harsche Kritik ein

Tennis-Star Sinner? „Das Herz bleibt auf der Strecke“

Mit Sinner gewann das italienische Team in den vergangenen beiden Jahren den Davis-Cup-Titel.

Pietrangeli fühlte sich immer sehr geehrt, sein Land zu repräsentieren: „Es sollte das Ziel eines Sportlers sein, das Trikot der Nationalmannschaft zu tragen. Aber das war eine andere Ära.“

Sinner hatte via Sky Italia seine Absage damit begründet, dass er sich gut auf die kommende Saison vorbereiten möchte und eine Woche mehr oder weniger mitentscheidend sein könne: „Es war keine leichte Entscheidung, aber nach Turin ist es das Ziel, in Australien gut durchzustarten.“

Pietrangeli hofft nun darauf, dass Sinner in der Woche der Davis-Cup-Finals nicht bei einem anderen Turnier aufschlägt. „Heute ist die Welt zu sehr vom Geld geprägt. Das Herz bleibt auf der Strecke“, kritisierte der 92-Jährige.

Nach dem Fernstudium "Sportjournalismus" am IST kam ich bei spox.com zu einem Praktikum in der Teletext-Redaktion (07/10 - 12/10). Es folgte ein Praktium (01/11 - 06/11) und ein anschließendes Volontariat...