Bereits in der ersten Runde der diesjährigen US Open ist es zu einem handfesten Eklat gekommen – nun hat ein Protagonist reagiert.
Während der Begegnung zwischen dem russischen Tennis-Superstar Daniil Medvedev und dem Franzosen Benjamin Bonzi lief ein Fotograf zu früh auf den Platz und unterbrach das Spiel für einen kurzen Moment – mitten in den Matchball des Franzosen hinein. Dieser bekam vom Schiedsrichter die Möglichkeit, seinen zuvor verunglückten ersten Aufschlag zum Matchgewinn zu wiederholen, was Medvedev ausrasten ließ.
„Ich bin ein Opfer und unschuldig“
Selcuk Acar wird seiner Tätigkeit als Sportfotograf bei den diesjährigen US Open nicht mehr nachgehen können, der US-Tennisverband entzog ihm die Akkreditierung für das Turnier. Der US-Amerikaner kann die Entscheidung nicht nachvollziehen und soll Kontakt zu Anwälten aufgenommen haben.
„Ich bin kein Fotograf, der so einen Fehler macht“, stellte er im Gespräch mit der englischen Daily Mail klar. „Ich bin ein Opfer und komplett unschuldig.“
Fotograf Acar: „Habe sehr gelitten“
Er ergänzte, ein Ordner habe ihm angezeigt, dass das Spiel unterbrochen sei. Von allein wäre er mit seiner langjährigen Berufserfahrung nicht auf den Platz gelaufen, so der Fotograf: „Aus diesem Vorfall hat sich bereits ein Lynchmob entwickelt, und obwohl ich unschuldig bin, habe ich sehr gelitten.“
Der US-amerikanische Tennis-Verband widerspricht den Behauptungen des Fotografen, weshalb ihm die Akkreditierung entzogen wurde.
Medvedev, der das Spiel in fünf Sätzen verlor, hegte nach der Begegnung keinen Groll gegen Acar. „Ich war nicht sauer auf den Fotografen. Ich war sauer auf die Entscheidung.“