Es war eine echte Meisterleistung von Daniil Medvedev. Im Halbfinale der US Open rang der Russe Carlos Alcaraz in vier Sätzen (7:6, 6:1, 3:6, 6:3) nieder und warf den Titelverteidiger damit aus dem Turnier.

Vielmehr darf der 27-Jährige nun selbst von seinem zweiten Triumph in Flushing Meadows träumen. Bereits vor zwei Jahren setzte er sich die Krone in New York auf – sein bislang einziger Grand-Slam-Sieg. Gegner damals: Novak Djokovic.

Und auch in diesem Jahr geht es wieder gegen den Serben im Finale. Der hatte sich zuvor klar in drei Sätzen gegen Lokalmatador Ben Shelton in drei Sätzen durchgesetzt.

Vor dem Finaleinzug musste Medvedev jedoch gehörig schwitzen. In einem Match auf Weltklasseniveau jagte ein krachender Ballwechsel den nächsten. Auch die Prominenz wie NBA-Star Kevin Durant und Schauspieler Jared Leto ließen sich dieses Spektakel nicht entgehen.

„Ich habe schon leichtfertig gegen Carlos verloren dieses Jahr. Ihn jetzt hier zu schlagen, das macht mich einfach glücklich“, sagte die aktuelle Nummer drei der Welt drei nach seinem Sieg und fügte hinzu: „Auch der dritte Satz war nicht so schlecht. Ich musste nur ein bisschen besser servieren im vierten.“

Auch einen Ausblick auf das Finale wagte er schon. „Die Herausforderung ist, gegen einen Mann zu spielen, der 23 Grand Slams gewonnen hat. Ich habe nur einen“, schob er die Favoritenrolle dem Serben zu.

Alcaraz selbst haderte nach der Niederlage vor allem mit Satz eins. „Es war ein enger erster Satz. Im Tie Break habe ich dann vollkommen meinen Kopf verloren. Ich habe unkontrollierte Bälle gespielt. Damit umzugehen, das war hart. So kam der zweite Satz zustande.“