Heftiger Regen hat den Siegeszug von Tennisstar Jannik Sinner bei seinem Heimspiel in Rom gestoppt. Das Halbfinale des Italieners gegen Daniil Medvedev wurde beim Stand von 6:2, 5:7, 4:2 für den Favoriten abgebrochen und wird am Samstag fortgesetzt.

Sinner zeigte neun Tage vor Beginn der French Open nach gutem Start überraschend Schwächen. Im zweiten Durchgang holte er zunächst noch ein 0:3 auf, gab den Satz aber doch ab.

Jannik Sinner hatte körperliche Beschwerden
Jannik Sinner hatte körperliche BeschwerdenJannik Sinner hatte körperliche Beschwerden© IMAGO/Italy Photo Press

Sinner mit körperlichen Problemen

Im finalen Durchgang klagte Sinner über Übelkeit, wirkte erschöpft und musste sich behandeln lassen. Auch Krämpfe schienen den Südtiroler zu beeinträchtigen. Laut Reglement darf ein Spieler aufgrund von Krämpfen jedoch keine Behandlungspause nehmen.

Also suchte Medvedev das Gespräch mit Stuhlschiedsrichterin Aurelie Tourte. „Wenn wir wegen Krämpfen den Physiotherapeuten rufen, bekommen wir dann eine Geldstrafe? Gibt es eine Sonderbehandlung?“, stichelte Medvedev.

Regenpause rettet Sinner

Wenig später wies Sinner auf den zunehmenden Regen und immer rutschiger werdenden Platz hin. Medvedev wollte zwar weiterspielen, aber Tourte unterbrach die Partie schließlich. Die Regenpause kam Sinner trotz Führung durchaus gelegen.

Der Italiener kann in Rom sein sechstes 1000er-Turnier in Folge gewinnen. Und nicht nur das: Der 24-Jährige wäre der erste italienische Sieger der Italian Open seit Adriano Panatta im Jahr 1976 – und der jüngste Spieler der Geschichte, der alle Masters gewinnt.

Zverev-Bezwinger ausgeschieden

Casper Ruud hat bereits das Endspiel in Rom erreicht. Der Norweger warf den Italiener Luciano Darderi, Bezwinger von Alexander Zverev im Achtelfinale, mit 6:1, 6:1 aus dem Turnier.

Favorit gegen Ruud wäre Sinner zweifellos. Gegen den Skandinavier hatte er vor einem Jahr im Foro Italico das Viertelfinale mit 6:0, 6:1 dominiert. In bislang vier Duellen hat Sinner noch keinen Satz verloren.

Ruud bewies am Freitag aber gute Form: Der Sandplatzspezialist hatte trotz einer Regenunterbrechung keine Mühe mit Darderi. Der 27-Jährige steht somit erstmals seit seinem Sieg in Stockholm im Oktober wieder in einem Finale.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)