Valentin Vacherot hat beim Masters in Monte Carlo sensationell das Halbfinale erreicht. Der Monegasse rang bei seinem Heimturnier im Viertelfinale den Australier Alex de Minaur nach großem Kampf mit 6:4, 3:6, 6:3 nieder.

Damit wurde Vacherot zum ersten Spieler aus Monaco, der beim Masters im Fürstentum jemals bis ins Halbfinale vorstieß. „Der absolute Wahnsinn“, sagte Expertin Andrea Petkovic nach dem historischen Erfolg bei Sky.

Pure Freude bei Valentin Vacherot
Pure Freude bei Valentin VacherotPure Freude bei Valentin Vacherot© IMAGO/PsnewZ

Masters in Monte Carlo: Vacherot sorgt für Begeisterung

Mit einem krachenden Vorhand-Return beendete Vacherot das Match, und die Arena stand kopf. „Wo hat er dieses Vorhand-Return-Brett aus der Hosentasche ausgepackt“, war Petkovic begeistert: „Jetzt explodiert er natürlich.“

Unter tosendem Applaus ließ Vacherot einen Freudenschrei heraus und sprang in die Luft. Die Begeisterung stand dem 27-Jährigen wahrlich ins Gesicht geschrieben.

Mit dem Weltranglistenersten Carlos Alcaraz wartet nun eine große Herausforderung. Im zweiten Halbfinale duellieren sich abermals Deutschlands Nummer eins Alexander Zverev und der Italiener Jannik Sinner.

Es kommt zum Showdown mit Alcaraz

„Es ist eine große Ehre für mich, mit den drei besten Spielern der letzten Jahre im Halbfinale zu stehen. Ich kann es kaum erwarten, morgen in meiner Heimatstadt gegen Carlos zu spielen – das ist einfach großartig“, freute sich Vacherot im On-Court-Interview.

Die Fans wird Vacherot ziemlich sicher wieder auf seiner Seite haben. „All die Jungs da oben, die jubeln – das sind alles meine besten Freunde, seit ich 9, 10, 11, 12 Jahre alt war. Wir waren zusammen in der Highschool und in der Mittelschule“, sagte Vacherot.

Überwältigt erzählte die große Überraschung des Turniers: „Es kommt selten vor, dass ein Spieler die Chance hat, so viele Menschen um sich zu haben. Alle Mitglieder des Vereins sitzen hier in den Logen. Ich könnte wahrscheinlich tausend Gesichter in der Menge benennen. Ich bin einfach so glücklich, ein Turnier in meinem Verein zu haben.“

Tennis: Der Durchbruch von Vacherot

Bereits im Oktober letzten Jahres hatte Vacherot Tennis-Geschichte geschrieben, als er völlig unerwartet als Qualifikant das Masters in Shanghai gewann. Im Finale bezwang er ausgerechnet seinen Cousin Arthur Rinderknech, nachdem er zuvor Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic ausgeschaltet hatte.

Es war der Durchbruch für Vacherot, mit dem wohl kaum noch jemand gerechnet hatte. Nun der nächste Wahnsinnslauf – und das in seiner Heimatstadt. Im Live-Ranking rückt Vacherot in der Weltrangliste sogar bis auf Platz 17 vor. Alcaraz darf sich also auf etwas gefasst machen.