Mit dieser Trainingsmethode hat das Trainerteam von Iga Swiatek nicht nur die Fans, sondern auch den eigenen Schützling verwundert. Im Rahmen der Canadian Open hatte die aktuelle Nummer eins der WTA-Weltrangliste in einer Trainingssession ein Pflaster über dem Mund.
Auf einer Pressekonferenz darauf angesprochen, gestand die 22-Jährige: „Manchmal verstehe ich die Sachen nicht, die sie von mir wollen.“
Grund für diese ungewöhnliche Maßnahme ist eine Stärkung der Ausdauerfähigkeit. „Ich kann es auch nicht ganz erklären. Aber es ist schwieriger, nur mit der Nase zu atmen und mein Puls geht so leichter in die Höhe“, beschrieb die Polin die Situation und fügte hinzu: „Alles auf dem Platz wird schwerer und so arbeite ich an meiner Ausdauer, ohne extra Sprints oder extreme Dinge machen zu müssen.“
Swiatek vertraut ihrem Trainerteam
Zur Wirkung dieser speziellen Trainingsmethode konnte Swiatek noch nichts sagen. Doch sie vertraut dabei komplett auf ihr Trainerteam. „Ich mache das nun schon lange und man spürt auf Dauer mit Sicherheit einen Unterschied“.
In Wimbledon musste Swiatek überraschend bereits im Viertelfinale die Segel streichen. Die Favoritin verlor in drei Sätzen gegen die Ukrainerin Elina Svitolina.
Danach meldete sich die gebürtige Warschauerin bei ihrem Heimturnier aber beeindruckend zurück und holte sich den Titel. Im Finale ließ sie der Deutschen Laura Siegemund keine Chance und flog in zwei Sätzen (6:0, 6:1) zum Sieg.
Nun will sie in Montreal weiter Selbstvertrauen für die US Open sammeln. Dort will Swiatek ab dem 28. August (ausgewählte Spiele im SPORT1-Liveticker) ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Der Pflaster-Trick soll dabei helfen – auch, wenn sie ihn vielleicht nicht versteht.