Bereits zum 142. Mal ist Kiel für eine Woche der Mittelpunkt der Segelwelt.

Doch bei allem Traditionsbewusstsein ist die Kieler Woche auf offen für Neuerungen, wie Gesamtleiter Dirk Ramhorst im Gespräch mit SPORT1 verriet. Zwar basiere das „Phänomen Kieler Woche“ auf der langen Historie der Veranstaltung.

Dennoch hat auch die Moderne ihren Platz beim größten Segel-Event der Welt, wie der Vize-Präsident des Deutschen Segler Verbands bestätigte. Ein Beispiel dafür sei „die digitale Startlinie, die uns hilft, Starts auf die Minute genau durchzuziehen. Damit sind wir sehr viel verlässlicher.“

Doch nicht nur die Technik erzwingt eine ständige Innovationsbereitschaft seitens der Organisatoren. Auch die Bedürfnisse der Segler, die die Kieler Woche überhaupt erst zu dieser Veranstaltung von Weltruf machen, wollen ständig berücksichtigt werden.

Kieler Woche krempelt Terminplan um

Dafür war Ramhorst auch bereit, den Terminplan grundlegend umzubauen. „Nach vielen Jahren haben wir die Reihenfolge gedreht.“ In diesem Jahr stehen zuerst die olympischen Wettkämpfe auf dem Programm. Danach komme der internationale Teil, an dem ebenfalls olympische Bootsklassen teilnehmen. Als dritter und letzter Teil kommen dann die Offshore-Regatten.

„Das haben wir gedreht, um den olympischen Seglern im Vorfeld der Kieler Woche die Möglichkeit zu geben, hier in Kiel Schilksee zu trainieren“, erklärte Ramhorst dieses Vorgehen, welches von den Athleten dankbar angenommen wurde. „Davon haben die Segler auch intensiv Gebrauch gemacht.“

Dirk Ramhorst ist der oberste Chef der Kieler Woche
Dirk Ramhorst ist der oberste Chef der Kieler WocheDirk Ramhorst ist der oberste Chef der Kieler Woche

Dennoch sind die Wettkämpfe nicht der einzige Daseinsgrund der Kieler Woche – wenn sie auch einen prominenten Platz einnehmen. Vielmehr gehe es ebenfalls um die Vermittlung des maritimen Lebens. Dafür nutzt man die Strahlkraft der Kieler Woche.

„Wir sind das drittgrößte Volksfest Europas, nach Wiesn und Cannstatter Wasen“, zeigte Ramshorst die Größe des Events in der Kieler Förde auf. „Insofern wollen wir hier in Kiel den Besuchern auch das Maritime, das Wettkampfsegeln nahebringen.“

Neben dem Innovationsgeist haben sich die Veranstalter der Kieler Woche das Traditionsbewusstsein für das Segeln also erhalten.