Mit nur 14 Jahren stieg Franziska van Almsick von einem Tag auf den anderen zu einem der größten Sportstars in Deutschland auf. Es hatte Schattenseiten, wie sie schon viele Male betont hat.

In einem großen TV-Interview hat van Almsick nun neue Einblicke in ihre bewegte Sportlerinnenvita gegeben – und ihre Gedanken zu den großen Fragen um Leben und Tod.

Franziska van Almsick: Ruhm mit Schattenseiten

Zur Erinnerung: Van Almsick hatte schon als Jugendliche die größten Erfolge ihrer Schwimmerin-Karriere gefeiert. Der Aufstieg der Ost-Berlinerin begann bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona, als die damalige Teenie-Sensation insgesamt drei Medaillen gewann.

Eineinhalb Jahre nach der Wiedervereinigung hatte Deutschland einen der ersten gesamtdeutschen Sportstars. Zahlreiche Europa- und Weltmeistertitel sowie Weltrekorde folgten. Van Almsick prägte den Schwimmsport in den 90er-Jahren.

„Der Druck von außen war hart, es zählten bei mir immer nur erste Plätze. Doch letztlich war mein eigener Ehrgeiz größer als ich“, erinnert sich van Almsick in der Sky-Sendung „Meine Geschichte“ im Gespräch mit Moderator Riccardo Basile.

Als junges Mädchen musste sie schon früh lernen, mit Erwartungen und Belastungen umzugehen – und das unter ständiger Beobachtung der Öffentlichkeit. „Gott sei Dank bin ich da so glimpflich raus. Das hätte auch ganz anders enden können“, glaubt van Almsick: „Ich habe versucht zu überleben.“

Der Tod macht der Schwimm-Legende keine Angst

Auch wenn für die deutsche Schwimm-Legende ihr Lebenstraum, die olympische Goldmedaille, unerfüllt blieb, habe die Mutter zweier Söhne mittlerweile ihr Glück gefunden. „Ich habe alles, was man im Leben haben kann und was ich nicht habe, kaufe ich mir“, so van Almsick. Auch der Gedanke an den Tod schrecke sich nicht.

„Ich möchte lieber nur 60 oder 70 werden, durchs Leben gehen, wild tanzen und auch Fehler machen. Ich will das Leben spüren und genießen, so wie es ist. Vielleicht wird man dann nicht 97 aber ich könnte am Ende sagen: Mehr ging nicht“, sagt van Almsick, die am Sonntag 48 wird: „Ich habe bis heute nicht mal Angst vor dem Sterben.“