Berlin – Weltrekordler Paul Biedermann kämpft am Mittwoch bei seiner Parade-Disziplin über 200 Meter Freistil um die Titelverteidigung. In Vorlauf und Halbfinale am Dienstag legte der Hallenser bereits die Bestzeit hin.
Auch die Wasserspringer um Europameister Patrick Hausding kämpfen um weitere Medaillen bei der Heim-EM in Berlin (SERVICE: Der Zeitplan der Schwimm-EM).
Bei vier noch ausstehenden Starts kann Hausding seinen EM-Rekord von 2010 mit fünf Medaillen einstellen.
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„Es ist möglich, wenn ich meine Top-Leistung bringe. Aber fest damit rechnen kann ich nicht“, hatte der Synchron-Weltmeister vom Turm im Vorfeld gesagt. Zunächst stehen wieder die Vorläufe an.
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Und das lassen sie sich nicht nehmen! Patrick Hausding und Sascha Klein bringen auch ihren letzten Sprung, den zweieinhalbfachen Rückwärtssalto mit zweieinhalb Schrauben, vom Turm sauber ins Wasser und holen Gold. Und zwar schon zum siebten Mal in Folge!. Silber geht an das Duo aus Weißrussland, Bronze holen sich die beiden Ukrainer.
Nach fünf von sechs Sprüngen führen Patrick Hausding und Sascha Klein mit insgesamt 371,82 Punkten im Finale vom 10-Meter-Brett deutlich vor der Konkurrenz. Die Briten Tom Daley und James Denny liegen bereits über 34 Zähler zurück.
Tina Punzel hat ihre zweite Medaille bei der Heim-EM in Berlin gewonnen. Zwei Tage nach Platz drei im Team-Wettbewerb sicherte sich die 19-Jährige in einem äußerst spannenden Finale vom Ein-Meter-Brett mit 286,70 Punkten ebenfalls Bronze.
Nach fünf konstant starken Sprüngen fehlten der Drei-Meter-Europameisterin nur 2,6 Punkte auf die italienische Siegerin Tania Cagnotto (289,30). Zweite in der nichtolympischen Disziplin wurde die Russin Kristina Ilinich (288,55).
Lokalmatadorin Nora Subschinski war bereits im Vorkampf als 14. gescheitert. Als amtierende Europameisterin startet Punzel, die in der Vorbereitung mit langwierigen Rückenproblemen zu kämpfen hatte, am Sonntag vom Drei-Meter-Brett erneut mit Medaillenchancen.
Die Weltmeister Patrick Hausding und Sascha Klein haben bei der Heim-EM in Berlin ihre Goldambitionen untermauert. Das deutsche Vorzeige-Synchronpaar gewann den Vorkampf vom Turm mit 420,48 Punkten.
Das Duo setzte sich trotz eines verpatzten Dreieinhalb-Rückwärtssaltos vor den Briten Thomas Daley/James Danny (415,05) durch. Insgesamt waren nur fünf Paare am Start.
„Man muss sich ein bisschen Luft nach oben lassen. Unser vierter Sprung war ein Totalausfall“, sagte der Berliner Hausding. Der Dresdner Klein hatte in der Luft die Orientierung verloren und damit die Eintauchphase völlig verpatzt.
Sollten Hausding/Klein, die im vergangenen Jahr in Barcelona erstmals den WM-Titel gewonnen hatten, auch im Finale (ab 16 Uhr) ihrer Favoritenstellung gerecht werden, würden sie ihre Rekordserie auf dann sieben EM-Goldmedaillen in Serie ausbauen.
Wassersprung-Europameisterin Tina Punzel hat souverän ihr erstes Einzel-Finale erreicht. Die 19 Jahre alte Dresdnerin, die zum Auftakt in der Team-Disziplin Bronze gewonnen hatte, qualifizierte sich vom Ein-Meter-Brett als Vierte (263,90 Punkte) für den Endkampf am Mittwochnachmittag (14 Uhr).
Die Berlinerin Nora Subschinski scheiterte dagegen als 14. (227,70) knapp. Vorkampfbeste war die italienische Top-Favoritin Tania Cagnotto (292,90).
Das Halbfinale erreichten der in den USA trainierende Nicolas Graesser über 50 m sowie Titelverteidigerin Jenny Mensing und Lisa Graf über 100 m Rücken. Graesser war in 25,15 Sekunden Viertschnellster.
Mensing schwamm in 1:01,52 Minuten auf Platz elf. Graf, die über 200 m als Vierte eine Medaille knapp verpasst hatte, lag 15 Hundertstelsekunden und zwei Plätze dahinter.
Im Endlauf über 800 m Freistil am Donnerstag steht die deutsche Meisterin Sarah Köhler. Die 20-Jährige verbuchte im Vorlauf in 8:31,03 Minuten die fünftbeste Zeit. Die 17-jährige Leonie Antonia Beck (8:43,54) schied als 15. aus.
Vizeweltmeister Marco Koch hat problemlos das Halbfinale über 200 m Brust erreicht und seine Medaillenambitionen unterstrichen. Knapp 15 Stunden nach Platz vier mit der gemischten Lagenstaffel überzeugte der 24-Jährige aus Darmstadt als Vorlaufschnellster in 2:09,11 Minuten über seine Paradestrecke.
Der schottische Jahresweltbeste Ross Murdoch, über 100 m am Dienstag Silbermedaillengewinner, lag als Vierter über zwei Sekunden zurück.
„Ich bin auf Nummer sicher gegangen“, sagte Koch, „ich bin von Anfang an nicht 100 Prozent geschwommen und musste nicht alles geben.“
Bei der WM im vergangenen Jahr in Barcelona hatte Koch die einzige Medaille für die deutschen Beckenschwimmer gewonnen.
16.00 Uhr: Wasserspringen Turm Synchron Männer
18.00 Uhr: 1500 m Freistil Männer
200 m Freistil Männer
100 m Brust Frauen
100 m Freistil Frauen
200 m Lagen Männer