David Gaudu wird am kommenden Samstag nicht beim Auftakt der Tour de France in Barcelona starten. Der 29-Jährige bestätigte seinen Verzicht in Frankreich und begründete die Entscheidung mit der fehlenden Vorbereitung nach der Geburt seines ersten Kindes vor knapp einer Woche.

„Ich habe nicht die Vorbereitung, um leistungsfähig zu sein, deshalb lasse ich lieber einem Fahrer den Platz, der dem Team beim Etappensieg helfen kann“, sagte Gaudu.

Damit verliert Groupama-FDJ einen seiner Bergspezialisten. Gaudu machte deutlich, dass es für ihn keinen Sinn ergebe, ohne die nötigen Trainingsblöcke an einem dreiwöchigen Rennen teilzunehmen. Der Tour-Auftakt in Barcelona findet somit ohne den Bretonen statt.

In den vergangenen Tagen war Gaudu zudem Teil einer Debatte über seine Rolle im Team. Ausgelöst wurde diese durch Berichte über Unruhe und Kritik aus dem Umfeld der Mannschaft. Der Franzose reagierte deutlich darauf und kündigte an, sich nicht mehr an der Diskussion abarbeiten zu wollen. Gleichzeitig bekräftigte er, seinen Vertrag erfüllen zu wollen, und fügte hinzu, dass er trotz seiner veränderten privaten Situation weiterhin mit Freude trainiere und Rennen fahre.

Radsport: Gaudu erlebt wechselhafte Saison

Am Sonntag steht Gaudu bei der französischen Meisterschaft in La Tour-du-Pin am Start – und damit bei einer der wenigen großen Bühnen, die ihm vor der Tour de France noch bleiben.

Seine Saison verlief bisher wechselhaft: Bei der UAE Tour punktete er mit einem neunten Platz auf einer schweren Bergetappe und bei Paris-Nizza wurde er Achter bei der von Wind und Wetter geprägten Ankunft in Uchon. Zuletzt stand jedoch eine unauffällige Rundfahrt zu Buche: Gaudu belegte Rang 57 in der Gesamtwertung bei der Tour de Romandie.

Den Sommer bestreitet er nun ohne die Frankreich-Rundfahrt, hat aber den Anspruch, sich über Ergebnisse wieder in Stellung zu bringen.