„Davor hat man panische Angst“
„Davor hat man panische Angst“
Während die Rennfahrer bei der Tour de France in die Pedale treten, fahren die Autos hinterher. Doch auch die Sportdirektoren, die darin sitzen, stehen quasi unter Dauerstress.
Bei der Tour de France fahren seit 121 Jahren die besten Radfahrer der Welt um Siege und Trophäen. Doch nicht nur sie legen bei jeder Rundfahrt mehrere tausend Kilometer zurück. Gleiches gilt für die Insassen in den Begleitfahrzeugen, auch wenn sie dabei physisch nicht so gefordert werden wie die Profis. Dafür aber fährt die Angst immer mit, wie nun ein Sportdirektor enthüllte.
„Man muss auf die Fahrer, die anderen Autos und die Zuschauer aufpassen“, erzählt Yvon Ledanois bei RMC Sport. Meistens sitzt der ehemalige Radprofi drei bis fünf Stunden für das Arkéa-Team hinter dem Steuer und muss dabei immer wachsam sein. „Ein Kind zu überfahren oder einen Zuschauer zu berühren – davor hat man panische Angst.“
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Dabei sei es vor allem gefährlich, dass manche Zuschauer nicht realisieren, dass nach den Fahrrädern auch noch die Autos kommen und dann schon auf die Strecke laufen.
Auch Romain Sicard ist mittlerweile vom Fahrrad ins Auto gewechselt. „Es erfordert höchste Konzentration. Man darf nie nachlassen, sondern muss immer an die Sicherheit der Fahrer, der anderen Sportdirektoren, der Motorräder, der Verkehrsteilnehmer und der Öffentlichkeit denken. Bei der Tour arbeiten wir auch zu zweit in den Autos, um die größtmögliche Klarheit zu haben.“
Einer kümmert sich dabei ums Fahren, die GPS-Anweisungen und verteilt auch noch die Trinkflaschen an die Fahrer. Ein Kollege, der mit im Auto sitzt, kümmert sich währenddessen um die Strategie. Eine Regel gibt es dabei nicht, manche Teams haben auch nur einen Sportdirektor im Auto, der sich dann um alles kümmern muss.
Immerhin: Seit einigen Jahren haben die Rennfahrer Kopfhörer während des Rennens im Ohr, mit denen sie mit ihren Teams kommunizieren können. So müssen die Autos nicht für Strategie-Besprechungen direkt an die Fahrräder heranfahren.
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Die Tour de France läuft noch bis zum 21. Juli. Aktuell führt Tadej Pogacar die Gesamtwertung an.