Jhonatan Narváez hat seinen Hattrick beim 109. Giro d’Italia perfekt gemacht. Der Ecuadorianer aus dem Team UAE Emirates-XRG gewann auch die elfte Etappe nach Chiavari, der 29-Jährige setzte sich im Sprint gegen den Spanier Enric Mas (Movistar) durch, nachdem sich das Duo zuvor aus einer Fluchtgruppe gelöst hatte. Der dezimierte UAE-Rennstall feierte damit bereits seinen vierten Tagessieg bei der diesjährigen Italien-Rundfahrt.
In der Gesamtwertung gab es nach 195 Kilometern mit drei Bergwertungen keine Veränderungen. Der Portugiese Afonso Eulálio (Bahrain-Victorious) liegt zur Giro-Halbzeit weiter 27 Sekunden vor dem dänischen Top-Favoriten Jonas Vingegaard (Visma-Lease a bike), der seinen Rückstand trotz eines mäßigen Einzelzeitfahrens am Dienstag erheblich reduziert hatte. Beide rollten mit dem Hauptfeld ins Ziel.
Narváez hat bereits die Teilstücke vier und acht gewonnen. Sein spanischer Teamkollege Igor Arrieta war auf der fünften Etappe zum Sieg gefahren. Die Mannschaft des viermaligen Tour-de-France-Siegers Tadej Pogacar, der in Italien nicht am Start ist, hatte zu Beginn des Giros nach Stürzen mehrere Ausfälle hinnehmen müssen. Das Trio Adam Yates, Marc Soler und Jay Vine ist nicht mehr dabei.
Giro d’Italia: Narvárez siegt aus Ausreißergruppe
Lange hatten sich keine Ausreißer nachhaltig vom Peloton lösen können. Auch Nico Denz, der bereits drei Giro-Etappen gewonnen hat, gehörte schließlich zur Fluchtgruppe. Der Deutsche von Lidl-Trek musste aber frühzeitig abreißen lassen. Am letzten Anstieg setzten sich schließlich Mas und Narváez ab. Zweiterer fuhr zu seinem insgesamt fünften Giro-Erfolg. Dritter wurde Diego Ulissi (+0:11 Sekunden/Astana) aus Italien, bester Deutscher war Ben Zwiehoff (Red Bull-Bora-hansgrohe) auf Rang 31 unmittelbar vor Vingegaard und Eulálio.
Auch auf der zwölften Etappe könnten Ausreißer zum Zug kommen. Auf den 175 Kilometern zwischen Imperia und Novi Ligure südlich von Mailand stehen zwei Bergwertungen auf dem Programm.