Enrico Zanoncello vom Team Bardiani CSF 7 Saber hat sich nach seinem viel diskutierten Kopfstoß gegen Robert Donaldson auf der 15. Etappe des Giro d’Italia und der folgenden Disqualifikation öffentlich entschuldigt.

„Es tut mir aufrichtig leid für den Fahrer, der in den Sturz verwickelt war. Ich hätte niemals gewollt, dass es so endet“, schrieb der 27 Jahre alte Italiener in einem Post auf Instagram. Zanoncello hatte seinen Kontrahenten Donaldson am Sonntag während des Zielsprints gestoßen, woraufhin der Brite spektakulär stürzte.

Giro d’Italia: Zanoncello erklärt den Vorfall

Zanoncello schilderte nun seine Sicht der Dinge: „Der Moment war sehr chaotisch. Ich wurde von links getroffen, verlor die Kontrolle über das Fahrrad und hatte in diesem Moment keinen Platz, um den Kontakt zu vermeiden. Der Sturz auf den Kopf war auch eine Folge meiner Versuche, die Kontrolle wiederzuerlangen. Es bestand nie die Absicht, jemanden zu treffen oder in Gefahr zu bringen. Es tut mir wirklich leid, was passiert ist.“

„Ich glaube auch, dass es unfair ist, das Geschehene nur anhand eines kurzen Clips zu beurteilen. Wenn man die vollständigen Bilder sieht, wirkt der Ablauf anders und klarer. Dadurch wird mir ein Großteil der Verantwortung für den Unfall genommen. So den Giro d’Italia verlassen zu müssen, tut weh. So hatte ich mir das Ende ganz sicher nicht vorgestellt. Ich wünsche allen Beteiligten alles Gute und eine schnelle Genesung“, fügte Zanoncello hinzu.

Giro: Opfer Donaldson gibt Entwarnung

Via Social Media gab Donaldson inzwischen Entwarnung. „Mir geht es gut, irgendwie“, teilte der 24-Jährige selbst bei Instagram mit und postete ein Video, welches die Szene zeigte.

Außer der Disqualifikation gab es für Zanoncello noch eine Gelbe Karte und eine Geldstrafe in Höhe von 500 Schweizer Franken (ca. 550 Euro). Zudem bekam er 13 Strafpunkte aufgebrummt. Sein Team Bardiani-CSF verzichtete auf einen Einspruch.

Eine Disqualifikation ist im Radsport eher selten. Bei der Italien-Rundfahrt erwischte es 2023 Alex Baudin, der wegen Tramadol-Missbrauch nachträglich ausgeschlossen wurde.