Deutschlands bester Radprofi Florian Lipowitz sieht sich in stärkerer Form als noch in der vergangenen Saison. „Von Rennen zu Rennen fühle ich mich besser“, sagte der Ulmer nach seinem zweiten Gesamtplatz bei der Tour de Romandie im Eurosport-Interview: „Ich habe mich im Vergleich zum letzten Jahr verbessert.“
In der Schweiz musste sich der Tour-Dritte Lipowitz nur Dominator Tadej Pogacar geschlagen geben, hielt aber als einziger Fahrer ansatzweise mit dem slowenischen Weltmeister mit. 42 Sekunden trennten den Deutschen letztlich von Pogacar, den er auf dem Schlussanstieg der letzten Etappe am Sonntag ins Schwitzen brachte.
„Ich denke, er war auch schon ein bisschen am Limit“, sagte Lipowitz. Der Kapitän des deutschen Rennstalls Red Bull-Bora-hansgrohe wurde erst auf den letzten Metern von Weltmeister Pogacar (UAE Emirates-XRG), der mit vier Tagessiegen bei seinem Romandie-Debüt letztlich ungefährdet den Gesamtsieg holte, geschlagen.
Lipowitz bereits in starker Form
„Ich bin einfach froh, die Chance gehabt zu haben, mich mit ihm zu messen“, sagte Lipowitz: „Ich kann super glücklich und stolz sein, wie diese Woche verlaufen ist.“ Im französischsprachigen Teil der Schweiz feierte der 25-Jährige seine dritte Podestplatzierung nacheinander – nach Platz drei in Katalonien und Platz zwei im Baskenland.
„Ich freue mich jetzt auf eine Pause, und dann werden wir uns auf die Tour vorbereiten“, kündigte Lipowitz an, der sich zwei Monate vor dem Start seiner zweiten Frankreich-Rundfahrt in starker Form befindet: „Diese drei Podien geben mir Selbstvertrauen für die Tour.“
Vor der Großen Schleife steht für den ehemaligen Biathleten noch die Tour of Slovenia (ab 17. Juni) an. Bei der Tour de France muss sich Lipowitz dann aber erstmal die Kapitänsrolle mit Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel teilen.