Für den spanischen Radprofi Mikel Landa kam es bei der letzten Abfahrt der zweiten Baskenland-Rundfahrt-Etappe zu einem fatalen Zusammenstoß. Der 36-Jährige wurde von einem Auto von der Strecke „gerammt“ und stürzte.
Nach dem Crash mit dem Auto eines Rennarztes blieb der Spanier zunächst liegen, konnte das Rennen jedoch nach einiger Zeit fortsetzen und beenden. Sein Teamchef Jürgen Foré echauffierte sich im Anschluss heftig und erhob Vorwürfe.
„Haben keine Entschuldigung erhalten“
“Das ist manchmal einfach nur ärgerlich! Wir tun alles für die Sicherheit, und dann passieren solche Dinge. Als Team steht man da mit leeren Händen da und muss trotzdem die Konsequenzen tragen“, echauffierte sich Teammanager Jürgen Foré gegenüber der Zeitung Het Nieuwsblad.
„Das Auto des Arztes hat Mikel Landa auf einer engen und schnellen Abfahrt einfach von der Strecke gerammt“, erläuterte Foré und kritisierte dabei auch das Verhalten der Beteiligten: „Wir haben keine Entschuldigung erhalten.“
Der Spanier konnte nach kurzer Behandlung zwar weiterfahren, erreichte das Ziel aber mit mehr als 13 Minuten Rückstand auf den französischen Etappensieger Paul Seixas.
Radsport: Landa muss Baskenland-Rundfahrt aufgeben
Im Anschluss wurde der dreimalige Etappensieger beim Giro d’Italia für nähere Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht. Zwar konnten dort keine Knochenbrüche oder andere schwerwiegende Verletzungen festgestellt werden, dennoch gab das Team wenig später den Rundfahrt-Abbruch Landas bekannt.
Berichten der Zeitung zufolge wurde der Fahrer des Wagens, der zweimalige Vuelta-Etappensieger Santiago Blanco, von der Rennleitung ausgeschlossen. Zudem erhielt er eine Gelbe Karte und eine Geldstrafe in Höhe von 500 Schweizer Franken.
Nicht der erste Zwischenfall: Bereits vor wenigen Tagen kam es bei der Rundfahrt zu einem Schreckmoment. Dort wurde ein Zuschauer von einem Begleitmotorrad angefahren.