Mit der Verpflichtung von Primoz Roglic vom Top-Team Jumbo-Visma ist Bora-hansgrohe ein absoluter Coup gelungen. „Das ist ein Meilenstein für Bora-hansgrohe“, sagte Teamchef Denk in einer Medienrunde am Freitag.

Bei der deutschen Radsport-Equipe wird der Slowene der uneingeschränkte Leader bei den Grand Tours sein. Doch trotz der bereits gut besetzten Mannschaft um Lennard Kämna, Emanuel Buchmann und Jai Hindley gibt es Gerüchte über weitere Zugänge.

„Wir beobachten den Markt eng“, verkündete Denk vielsagend gegenüber den anwesenden Journalisten. Noch drei Plätze sind im 30-Mann-Kader für die kommende Saison unbesetzt.

Boss von Bora-hansgrohe „nicht proaktiv“ auf Fahrer-Suche

Dabei dürfte der Macher besonders die Lage bei Jumbo-Visma und Soudal Quick-Step im Auge behalten. Zwar ist die geplante Mega-Fusion der beiden Teams wohl geplatzt, dennoch haben die Gespräche für Unsicherheit bei den Fahrern gesorgt.

Zwar bleibt Superstar Remco Evenepoel, der zuletzt wieder lautstark Verstärkung gefordert hatte, dem Team erhalten, aber dennoch könnten Fahrer der beiden Mannschaften sich doch noch eine neue Herausforderung suchen.

Denk dürfte die Vorgänge genaustens im Augen behalten, auch wenn er schilderte: „Das Festgeldkonto ist arg geschmolzen.“ Deswegen werde er „nicht proaktiv unterwegs sein“.

Doch schon im Vorjahr schlug er zum Jahresende nochmal zu und holte sich Victor Koretzky, dessen Team B&B Hotels sich überraschend verabschiedet hatte. Auf einen solchen Deal dürfte Bora-hansgrohe, die nun oben angreifen könnten, wieder schielen.