Marco Maier hat nach seinen vier Medaillen die frühlingshaften Bedingungen bei den Paralympischen Winterspielen in Norditalien moniert und sich für Alternativlösungen stark gemacht.

„Entweder wir verlegen die Spiele in Länder, in denen es zu dieser Jahreszeit kalt ist, oder wir verlegen die Spiele an einen anderen Zeitpunkt, einfach früher in den Winter“, sagte der Biathlet und Skilangläufer im Aktuellen Sportstudio des ZDF.

Paralympics vor Olympia? Maier offen für den Tabubruch

Bei der Suche nach Lösungen solle man auch einen Tabubruch nicht scheuen und über eine Durchführung der Paralympics vor den Olympischen Spielen nachdenken.

„Wenn das eine Möglichkeit ist, ja auf jeden Fall. Warum nicht“, sagte der in Tesero stets in kurzer Hose gestartete Maier: „Ob wir nach den Olympischen Spielen oder davor dran sind, uns Sportlern ist es egal. Wir sind einfach nur froh, wenn die Bedingungen fair sind. Für mich spricht ehrlicherweise nichts dagegen.“

Schneematsch statt Chancengleichheit

Wie schon zuvor bei den Austragungen in Sotschi, Pyeongchang und Peking machten deutliche Plusgrade und die Früjahrssonne aus der anfangs festen Loipe von Tesero letztlich tiefen Schneematsch.

„Es war einfach unfair, die Bedingungen waren nicht gut“, sagte Maier: „Gerade im Parasport ist es so, dass die Bedingungen für alle gleich sein sollten. Durch die Einschränkungen bei den verschiedenen Behinderungsgraden braucht man einfach auch faire Strecken.“

Harter Schnee, faire Chancen – Maier sammelt Medaillen

Sonst hätten einige durch ihre Einschränkungen bei tieferen Bedingungen „einen größeren Nachteil als andere“, erklärte Maier: „Da sind harte, kalte Bedingungen, die den Schnee für alle gleichhalten, wichtig.“

Ihn selbst hielten die schlechten Verhältnisse nicht von großen Erfolgen ab. Gleich dreimal holte der 26 Jahre alte Allgäuer im Biathlon Bronze, dazu gab es Silber mit der Langlauf-Staffel.