Die Paralympics in Rio de Janeiro stoßen auf größeres Zuschauer-Interesse als die Olympischen Spiele.

Für die Wettkämpfe am Samstag wurden nach Angaben des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) 167.000 Tickets verkauft. Das sind mehr als an jedem einzelnen Olympia-Tag.

„Das zeigt, dass die Leute unseren Sport annehmen, und das macht uns sehr stolz“, sagte Weitsprung-Weltrekordler Markus Rehm.

Präsident Friedhelm Julius Beucher vom Deutschen Behindertensportverband (DBS) macht vor allem die Preis-Politik des IPC im Vergleich zu der des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) dafür verantwortlich.

„Die Karten für Olympia waren für die meisten Brasilianer schlicht und ergreifend nicht erschwinglich“, sagte Beucher: „Auf den Tribünen saßen meist wohlhabende Brasilianer und ausländische Gäste. Nun sehe ich viele Familien, im Paralympic Park gibt es manchmal kaum ein Durchkommen. Man hat das Gefühl: Dies sind die Spiele der Menschen.“