Der französischen Biathletin Julia Simon ist vom französischen Zoll gekündigt worden – eine direkte Folge der Kreditkartenaffäre, in der die Sportlerin im Herbst 2025 rechtskräftig verurteilt wurde.

Ein Zoll-Sprecher erklärte dem Nordic Magazine, dass der Vertrag mit Simon, der seit 2019 lief, nach der Verurteilung aufgelöst wurde. Die Biathletin hat dagegen jedoch Einspruch eingelegt.

Bevor eine endgültiges Entscheidung gefallen ist, bleibt die Sportlerin „Team-Mitglied auf Bewährung“, teilte die Behörde noch mit. Wann diese Entscheidung zu erwarten ist, sei noch nicht absehbar.

Neue Konsequenzen für Julia Simon nach Kreditkartenaffäre

Vor Gericht hatte die Simon im Herbst 2025 gestanden, mit der Kreditkarte ihrer Teamkollegin Justine Braisaz-Bouchet unerlaubt Einkäufe im Gesamtwert von bis zu 2400 Euro getätigt zu haben.

Die Straftaten soll sich zwischen Dezember 2021 und August 2022 zugetragen haben. Dafür wurde Simon im Oktober 2025 zu einer dreimonatigen Haftstrafe – die zur Bewährung ausgesetzt wurde – verurteilt, zudem wurde eine Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro ausgesprochen. Der französische Skiverband reagierte mit einer sechsmonatigen Sperre, von der fünf Monate zur Bewährung ausgesetzt wurden.

Wie bisher Simon sind beim Zoll auch die Teamkollegen Braisaz-Bouchet, Quentin Fillon Maillet oder Émilien Jacquelin angestellt.

Simon krönte sich bereits zehnmal zur Weltmeisterin und holte bei den Olympischen Spielen 2026 in Mailand und Cortina gleich drei Goldmedaillen, dazu kam ein zweiter Platz. Die 29-Jährige gehört zu den sportlichen Aushängeschildern im französischen Biathlon.