Frida Karlson hat bei den Olympischen Winterspielen ein sportliches Ausrufezeichen gesetzt – und anschließend auch verbal nachgelegt. Die Schwedin gewann im Skiathlon über 20 Kilometer mit beeindruckenden 51 Sekunden Vorsprung – und nutzte den Sieg für eine klare Botschaft an ihre Kritikerin Therese Johaug.

„Sobald ich ihre Stimme höre, höre ich auf zuzuhören“, sagte Karlsson der schwedischen Boulevardzeitung Expressen in Richtung der Norwegerin.

Frida Karlsson gewann im Skiathlon über 20 Kilometer die Gold-Medaille
Frida Karlsson gewann im Skiathlon über 20 Kilometer die Gold-MedailleFrida Karlsson gewann im Skiathlon über 20 Kilometer die Gold-Medaille

Olympia 2026: Johaug zweifelt an Karlsson

Was war passiert? Johaug hatte sich vor Beginn der Winterspiele 2026 in einem Interview mit der norwegischen Tageszeitung Verdens Gang skeptisch über Karlssons Entwicklung geäußert. Die 37-Jährige, die ihre Karriere im Mai 2025 beendet hatte, stellte vor allem die Konstanz der Schwedin infrage.

„Im einzelnen Rennen ist sie wirklich gut“ erklärte Johaug und verwies auf Karlssons WM-Erfolg über 50-Kilometer im Vorjahr. „Aber ich glaube nicht, dass sie eine klare Favoritin für weitere Olympiasiege ist.“ Bei den jüngsten Weltcups sei es „wieder schlechter“ gewesen, in mehreren Rennen habe Karlsson sie „enttäuscht“.

Eine Einschätzung, die sich zumindest zum Auftakt der Olympischen Winterspiele als Fehleinschätzung erwies.

Schweden-Trainer: „Dumm, Frida zu provozieren“

Auch Schwedens Nationaltrainer Anders Byström reagierte deutlich auf die Aussagen von Johaug. „Es ist dumm, Frida zu provozieren, davor sollte man sich hüten“, sagte er nach dem souveränen Gold-Gewinn seiner Athletin.

Karlsson hatte sich in Tesero früh von der Konkurrenz abgesetzt und souverän zur Olympiasiegerin gekrönt.

Für die 26-Jährige, die bereits dreimal Weltmeisterin wurde, ist es der nächste große Titel – und möglicherweise nicht der letzte. Schon am Dienstag bietet sich ihr im Sprint die nächste Chance auf eine Medaille.