Die Attacken auf mehrere Anlagen des französischen Schnellzugnetzes am Tag der Olympia-Eröffnungsfeier in Paris stellen auch Teile der deutschen Mannschaft vor Probleme – mit gravierenden Auswirkungen.

So müssen die Springreiter Philipp Weishaupt und Christian Kukuk die Zeremonie am Abend sausen lassen, weil sie während ihrer Anreise nach Frankreich mit dem Eurostar-Zug zur Mittagszeit eine derart große Verspätung erlebten, dass sie umkehren mussten.

Wenige Stunden vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in Paris haben Unbekannte Brandanschläge auf mehreren Anlagen des französischen Schnellzugnetzes verübt
Wenige Stunden vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in Paris haben Unbekannte Brandanschläge auf mehreren Anlagen des französischen Schnellzugnetzes verübtWenige Stunden vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in Paris haben Unbekannte Brandanschläge auf mehreren Anlagen des französischen Schnellzugnetzes verübt

„Das ist sehr schade, aber wir wären zu spät gekommen“, sagte Weishaupt: „Es gab keine Chance mehr, es rechtzeitig zu schaffen.“

Olympia: Springeiter mit der Bahn ausgebremst

Folge: Im belgischen Lüttich hatte das deutsche Duo sein Abteil verlassen müssen und war zurück ins heimatliche Riesenbeck in den Teutoburger Wald zurückgekehrt.

Damit nicht genug: Die in Belgien lebende Reservereiterin Jana Wargers hatte ursprünglich in Brüssel zusteigen wollen, verzichtete darauf aber angesichts der Verspätung des Zuges.

Frankreichs Bahngesellschaft SNCF hatte einen „massiven Angriff“ auf das Schnellzugnetz gemeldet. Dabei sei es auch zu Brandanschlägen gekommen. Verkehrsminister Patrice Vergriete schrieb bei X von „koordinierten böswilligen Aktionen“, er verurteile diese „kriminellen Handlungen aufs Schärfste“.