Felix Neureuther hat Thomas Bach und die Rolle des IOC-Präsidenten bei den Winterspielen von Peking erneut scharf kritisiert. „Bach hat sich dem chinesischen System gebeugt, er war ein Teil davon. Diese Spiele waren ein politischer Spielball“, sagte der frühere Skistar dem Münchner Merkur/tz. (News: Alle aktuellen Infos zu Olympia 2022)

Neureuther missfiel überdies Bachs Foto mit den deutschen Doppelsitzern, das auch die Sportler selbst bereits kritisch bewertet hatten: „In dem Augenblick ging es nur um die mediale Aufmerksamkeit und nicht um die Athleten und Medaillengewinner. Für mich war die Aktion ein Sinnbild, wo sich das IOC hinbewegt hat. Es geht nicht um die Sportler, sondern um den Effekt.“

Neureuther kann sich deutsche Olympia-Bewerbung aktuell nicht vorstellen

Eine deutsche Olympia-Bewerbung kann sich Neureuther (37) unter den aktuellen Umständen „nicht vorstellen.

Dazu müssten sich die Bewerbungskriterien gewaltig ändern. Deutschland wäre mit seiner Sportbegeisterung ein idealer Ausrichter, aber unsere Bevölkerung würde bei den derzeitigen Kostenvorgaben und den Nachhaltigkeitsproblemen schwer zustimmen“, sagte er. (DATEN: Alle Ergebnisse bei Olympia 2022)

Mit Mailand und Cortina d’Ampezzo, 2026 Gastgeber der Winterspiele, werde sich jedoch vieles zum Guten wenden, glaubt Neureuther. „Diese Bewerbung war gerade auch aus der Sicht unserer abgelehnten Münchner Bewerbung ein Glücksfall“, sagte er: „Viele Sportstätten existieren bereits. Italien ist eine Wintersportnation und die Begeisterung der Italiener ist ja sprichwörtlich.“

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