Bitteres Aus für Medaillenkandidat Jonathan Horne!

Der 32 Jahre alte Karateka stürzte in der Disziplin Kumite über 75 kg im Kampf gegen Georgier Gogita Arkania fünf Sekunden vor Schluss in Führung liegend unglücklich auf seinen rechten Arm. Horne blieb anschließend auf der Matte liegen, schrie vor Schmerzen und hielt sich den verletzten Arm. (Olympia 2021: Alle Entscheidungen im SPORT1-Liveticker)

Horne wurde von Sanitätern einige Minuten behandelt und unter Applaus auf einer Trage abtransportiert.

Horne erleidet schwere Ellenbogenverletzung

“Jonny hat sich eine schwere Ellenbogenverletzung zugezogen, wahrscheinlich ist das Ellenbogengelenk ausgerenkt”, sagte der Sportdirektor des Deutschen Karate Verbands (DKV), Christian Grüne, dem SID und bestätigte Hornes Aus: “Es wurde hier vor Ort notversorgt. Wir fahren jetzt ins Olympische Dorf.”

Dort solle anhand von Röntgenaufnahmen festgestellt werden, “inwiefern vielleicht auch Knochen betroffen sind und wie die Bänder aussehen”.

Sein Gegner Arkania wurde schließlich zum Sieger erklärt und verbeugte sich vor Hornes leerem Platz auf der Matte.

Zuvor hatte Horne im Kampfsporttempel Nippon Budokan seinen ersten Kampf gegen Danijar Juldaschew (Kasachstan) mit einem 4:4-Unentschieden beendet.

Horne peilte in Tokio eine Medaille an

Horne war mit großen Hoffnungen nach Tokio geflogen. Der siebenmalige Europa- und amtierende Weltmeister galt als Favorit im Schwergewicht. Der Sieg bei der olympischen Premiere seiner Sportart wäre “die Kirsche auf der Sahne”, hatte der Sohn einer deutschen Mutter und eines amerikanischen Vaters vorher dem SID gesagt, “bei den ersten Olympischen Spielen Gold zu holen, wäre das Non-Plus-Ultra”. Doch daraus wurde nichts.

Die anderen drei deutschen Tokio-Starter waren bereits vorzeitig ausgeschieden: Jasmin Jüttner (Frankfurt), Ilja Smorguner (Idstein/beide Kata) sowie der EM-Dritte Noah Bitsch (Waltershausen/Kumite bis 75 kg) schieden in der Vorrunde aus.

Karate ist in Tokio erstmals im olympischen Programm – und vorerst auch zum letzten Mal, in Paris 2024 ist die japanische Kampfkunst schon nicht mehr dabei.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)