Bittere Ironie des Schicksals!

Englische Medien berichteten nach dem Olympiasieg von Lamont Marcell Jacobs im 100-Meter-Sprint der Männer, dass sich der Italiener erst im März von seinem Ernährungsberater trennen musste, weil gegen diesen in Italien wegen des betrügerischen illegalen Handels mit Steroiden ermittelt wird.

Damit wurde der 26-Jährige mit dem Verdacht des Dopings konfrontiert.

Nun ist es ausgerechnet ein Brite, der nachträglich für einen großen Doping-Skandal sorgt – und das auch noch im Sprint. Ein Umstand, den Jacobs nicht ohne eine gewisse Art von Genugtuung aufgenommen hat.

Nach den Ermittlungen gegen Chijindu “CJ” Ujah, der mit der Staffel über 4×100 m Silber gewann – hinter der italienischen Staffel mit Jacobs – war dieser im Gespräch mit der italienischen Sportzeitung Tuttosport der Meinung, “dass es vielleicht besser für die Briten ist, sich näher an der Heimat zu orientieren, bevor sie andere angreifen” und fügte hinzu: “Das hat mich zum Lächeln gebracht.”

Lamont Jacobs: “Situation hat mich nicht berührt”

Die Anschuldigungen selbst habe der 26-Jährige jedoch gelassen hingenommen. “Die Situation hat mich nicht so sehr berührt. Ich weiß, welche Opfer ich gebracht habe, um hierher zu kommen”, erklärte er seine Gefühle und betonte: “Stattdessen möchte ich es zu 100 Prozent genießen.

Giovanni Malago, Präsident des italienischen Olympischen Komitees, hatte sich bereits zuvor zu den Verdächtigungen gegen Jacobs geäußert und diese als “unangenehm” bezeichnet.

Sollte sich der Doping-Verdacht gegen Ujah auch nach Öffnung der B-Probe bestätigen, würde das Team GB nicht nur eine Silbermedaille verlieren, sondern auch mit einem Schatten auf den dann restlichen 64 Medaillen in Tokio leben müssen. Ujah selbst droht eine vierjährige Sperre.

Alles zu den Olympischen Spielen 2021 bei SPORT1: