Nächster Paukenschlag um WWE-Titel!
Der traditionsreichste Titelgürtel der Wrestling-Liga wechselt in diesem Sommer zum dritten Mal. Sami Zayn holt sich die Trophäe überraschend von CM Punk zurück - unter kontroversen Umständen.
Überraschender Paukenschlag in der weltgrößten Wrestling-Liga: Sami Zayn ist wieder WWE-Champion!
Bei der aktuellen Ausgabe der TV-Show Friday Night SmackDown in Mexico City nahm Zayn CM Punk in einem chaotischen Hauptkampf den Titel ab. Er holte sich damit eher unerwartet den Gürtel zurück, den er im Juni überraschend von Cody Rhodes gewonnen, wenige Tage später aber wieder an Punk verloren hatte.
WWE SmackDown: Sami Zayn entthront CM Punk
Ein unumstrittener Sieg war es nicht: Zayns Erfolgserlebnis gingen Eingriffe von zwei anderen Stars voraus: seinem ewigen Weggefährten Kevin Owens – und dem frisch zurück ins Rampenlicht bugsierten Johnny Gargano.
Gargano, seit dem realen Wechsel seines Tag-Team-Partners Tommaso Ciampa zu Konkurrent AEW in eine Art lethargischen Tagschlafs verfallen, raffte sich vergangene Woche auf, nachdem Punk ihm eine Chance auf den Gürtel anbot.
„Johnny Wrestling“ verlor in seiner Heimat Cleveland ein umkämpftes Match gegen Punk – und entschloss sich nun stattdessen, Punks Regentschaft zu hintertreiben: Zusammen mit Ehefrau Candice LeRae vereitelte er einen möglichen Sieg Punks mit dem Aufgabegriff Anaconda Vice und wollte Punk schließlich noch mit dem Titelgürtel niederschlagen.
Ein Titelgewinn mit Signalwirkung
Punk verhinderte es und verpasste Gargano seine Spezialaktion GTS, danach wollte der zuletzt ebenfalls ins Titelrennen involvierte Owens die Verhältnisse ausgleichen und Zayn einen Gürtelhieb verpassen.
Zayn allerdings wich aus, Owens traf Punk statt Zayn – und dieser machte mit einem Tiefschlag gegen Punk und seinem eigenen Finisher Helluva Kick den Sack zu.
Der „Last Real Good Guy“ festigte mit dem Titelgewinn seinen späten Aufstieg in die Main-Event-Szene von WWE – der wohl auch mit der vermarktungstechnischen Langzeitplanung der Liga zu tun hat: Im kommenden Jahr findet der Jahreshöhepunkt WrestleMania in Saudi-Arabien statt, wo der kanadische Muslim mit familiären Wurzeln in Syrien sehr populär ist.
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Dass Zayns großer Sieg am 25. Jahrestag des 11. September stattfand, verleiht der Kreativentscheidung auch politische Signalwirkung: In der Liga, in der Wrestler mit muslimischer und arabischer Identität früher oft auf die Rolle anti-amerikanischer Klischeebösewichte festgelegt waren, ist Zayn mit neuer Selbstverständlichkeit ganz oben angekommen.