Weltcup-Auftakt: Aicher führt DSV-Aufgebot an
Die zweimalige Olympiazweitee Emma Aicher eröffnet die Saison in Sölden.
Emma Aicher führt das zehnköpfige deutsche Aufgebot für den Weltcup-Auftakt der Alpinen in Sölden/Österreich an. Neben der zweimaligen Olympiazweiten starten Lena Dürr, Kira Weidle-Winkelmann, Fabiana Dorigo und Jana Fritz am Samstag beim Riesenslalom auf dem Rettenbachferner. Das Männerrennen am Sonntag (jeweils 10.00/13.00 Uhr, ARD und Eurosport) bestreiten der frühere Weltmeister Alexander Schmid, Anton Grammel, Fabian Gratz, Nickco Palamaras und Jonas Stockinger.
„Der Saisonstart kommt genau zur richtigen Zeit“, sagte Aicher, „nach so einer langen Pause freue ich mich einfach wieder darauf, am Start zu stehen.“ Allerdings bekannte sie auch, dass ihr „der Steilhang technisch noch Kopfzerbrechen bereitet. Aber genau das ist der Ansporn, es diesmal besser zu machen.“ Über Platz 28 ist sie in Sölden noch nicht hinausgekommen.
Shiffrin wird wohl mehrmals verzichten
Auch weil Skikönigin Mikaela Shiffrin in diesem Jahr auf das ein oder andere Rennen in ihrer Spezialdisziplin Slalom verzichten wird, gilt Aicher als aussichtsreiche Anwärterin auf den Gesamtweltcup. Im vergangenen Winter belegte sie hinter Shiffrin bereits Platz zwei. „Dass Mikaela künftig auf einige Slaloms verzichten will, finde ich persönlich schade – sie prägt diesen Sport“, sagte Aicher.
Bundestrainer Andreas Puelacher verlangte von seinen Athletinnen, dass sie „wirklich an ihr Limit gehen“, um „vorne dabei“ zu sein. Der Start sei „immer wieder etwas Besonderes. Man weiß nicht, wo man steht, man weiß nicht, wie gut man in Form ist.“
„Im Slalom haben wir Aufholbedarf“
Sein Trainerkollege Christian Schwaiger, zuständig für die Männer, berichtete von einer gelungenen Vorbereitung. „Im Speedbereich hatten wir das beste Camp, seit ich im Herrensport tätig bin“, sagte er: „Wir wollen hier die nächste Generation näher Richtung Weltcup bringen, aber ohne Panik: Die jungen Athleten bekommen ein Lern- und Entwicklungsjahr.“
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Seine Techniker seien „bereit für Sölden“. Aber: „Einen internationalen Vergleich hatten wir noch nicht, deshalb wird es spannend.“ Zugleich gab Schwaiger zu: „Im Slalom haben wir Aufholbedarf. Bis wir hier wieder ein cooles Team haben, dauert es noch ein, zwei Jahre.“