Olympia-Heldin schwärmt von Hoeneß
Klassisches Bayern-Manöver? Da muss selbst Hoeneß schmunzeln
Die deutsche Olympiasiegerin Julia Taubitz zeigt sich begeistert von einem Aufeinandertreffen mit Uli Hoeneß und verrät spannende Details über den Austausch mit dem Bayern-Ehrenpräsident.
Julia Taubitz gehört mit acht Weltmeistertiteln und zwei in Mailand-Cortina errungenen olympischen Goldmedaillen zu den erfolgreichsten aktiven deutschen Wintersportlerinnen. Dementsprechend wurde die 30 Jahre alte Rodlerin bei einer Gala in Hamburg von der Sport Bild mit dem Olympia-Award ausgezeichnet und saß dabei in der ersten Reihe neben Uli Hoeneß.
Für Taubitz war das Aufeinandertreffen mit dem Bayern-Ehrenpräsidenten ein ganz besonderer Moment. „Ich fand es sehr faszinierend, Uli Hoeneß kennenzulernen, weil er eine Ikone des deutschen Sports ist“, schilderte sie im Interview mit der Sport Bild. Die Rennrodlerin zeigte sich vor allem von der menschlichen Seite des 74-Jährigen angetan. „Er ist emphatisch, ehrlich und mutig. Schön war es auch, dass er mir mit extrem viel Respekt begegnete“, führte sie aus.
Als Taubitz mit dem Award von der Bühne trat, sei Hoeneß aufgestanden und habe ihr seine Hand gereicht, „um als Erster zu gratulieren“.
Rodelsport wirft kaum Geld ab: „Sie waren fasziniert und enttäuscht zugleich“
Die Harmonie war derart gegeben, dass es nach der Veranstaltung zu einem gemeinsamen Abendessen weiterging. „Wir führten schöne Gespräche, auch mit den anderen Vertretern des FC Bayern“, erinnert sie sich.
Dabei ging es unter anderem um die Unterschiede des Fußballs und des Rodelsports – insbesondere auf finanzieller Ebene. „Da waren sie fasziniert und enttäuscht zugleich, wie wenig Geld bei uns fließt“, verriet Taubitz. In ihrem Sport sei man schon froh, wenn die Jahreseinnahmen „fünfstellig“ sind.
Sponsoring-Barrieren erschweren das Geldverdienen zusätzlich. Zwar konnte Hoeneß einen Kontakt zu Adidas herstellen, Taubitz jedoch keinen Deal abschließen. „Ich habe mit Adidas telefoniert. Allerdings gab es das Problem, dass ‚Skechers‘ Schuhausrüster des internationalen Rodelverbands ist. Daher kann ich nichts mit einem anderen Hersteller machen“, beschrieb Taubitz, die als Sportsoldatin bei der Bundeswehr finanzielle Unterstützung erhält.
Taubitz strebt berufliche Karriere im Sportbusiness an
Ausgesorgt wird die erfolgreiche Wintersportlerin nach ihrem Karriereende nicht haben, weshalb sie Sportbusiness-Management studiert und später in diesem Bereich arbeiten möchte. „Von daher ist der Kontakt zu Uli Hoeneß schön“, weiß sie um die wertvolle Connection Bescheid. Noch steht jedoch ihre Karriere im Vordergrund, zumal 2028 die Heim-WM am Königssee ansteht. Olympia 2030 könnte ihr letztes großes Ziel werden. „Das halte ich mir offen“, erklärte sie.
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Zu einem Wiedersehen mit Hoeneß wird es bereits am Freitag im Rahmen des Heimspiels der Bayern gegen Union Berlin (ab 20:30 Uhr im LIVETICKER) kommen, wo das deutsche Olympia-Team geehrt wird. „Da besuche ich noch einmal Uli Hoeneß und den FC Bayern. Es ist ein echt schöner Kontakt entstanden“, verdeutlichte sie.