Schwere Vorwürfe nach tödlichem Ski-Unfall

von SPORT1
Schwere Vorwürfe nach tödlichem Ski-Unfall

Die Eltern des verstorbenen Skifahrers Matteo Franzoso erheben ein Jahr nach dem tödlichen Trainingsunfall schwere Vorwürfe gegen Italiens Skiverband.

Ein Jahr nach dem tödlichen Trainingsunfall von Matteo Franzoso haben seine Eltern schwere Vorwürfe gegen den italienischen Skiverband FISI erhoben. Der Abfahrer war bei einer Trainingsfahrt in La Parva nach einem Sprung von der Piste abgekommen, durch zwei Sicherheitsnetze geschleudert worden und gegen einen Holzzaun geprallt. Franzoso erlag einen Tag vor seinem 26. Geburtstag den Folgen schwerer Kopfverletzungen.

Marcello und Olga Franzoso beklagten in einem Interview mit La Repubblica vor allem die aus ihrer Sicht ausgebliebene Aufarbeitung. „In einem Jahr ist alles stehen geblieben, es wurde kein einziger Schritt unternommen, um die Verantwortlichkeiten für das Geschehene zu klären“, sagten die Eltern. Besonders schmerzt sie der fehlende Kontakt zur FISI: „Das Schweigen der Ski-Welt, in der Matteo aufgewachsen ist, bringt uns gleich zwei Mal um.“

Forderung nach stärkeren Sicherheitsvorkehrungen

Die Eltern kritisieren zudem, dass der Trainingsbetrieb in Chile nach ihrer Wahrnehmung ohne ausreichende Konsequenzen fortgesetzt werde. Sie verweisen auf den Tod von Matilde Lorenzi, die bei einem Trainingssturz ums Leben kam, und forderten stärkere Sicherheitsvorkehrungen. Die FISI erklärte zum Jahrestag hingegen, sie stehe gemeinsam mit Athleten, Trainern und Staff in enger Verbundenheit zur Familie Franzoso.

Auch Franzosos Teamkollegen nahmen die Eltern in die Pflicht. „Einer von ihnen ist auf der Piste, auf der sie alle trainieren, gestorben, und sie finden nicht die Kraft, sich zusammenzutun und mehr Aufmerksamkeit für Sicherheit zu fordern?“, fragten Marcello und Olga Franzoso. Matteo Franzoso stand in seiner Karriere 17 Mal im Weltcup-Starthaus.


Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.