Letztes Puzzlestück für Kovac

Eine Supercup-Szene ärgert Kovac besonders

Eine Supercup-Szene ärgert Kovac besonders

Der BVB bastelt weiter am nächsten Transfer. Im Fokus bleibt ein Barca-Juwel, das perfekt ins Dortmunder Profil passt. Für Niko Kovac könnte Hector Fort das letzte Puzzlestück sein.

Die Dortmunder Verantwortlichen sind sich einig: Bis zum Ende des Transferfensters am kommenden Dienstag soll sich auf jeden Fall noch etwas tun. Im Fokus der Bosse steht ein Nachfolger für den abgewanderten Yan Couto: ein Rechtsverteidiger.

Absoluter Wunschspieler ist dabei Hector Fort. Anders als die spanischen Medien Mundo Deportivo und Sport am Montag berichteten, ist nach SPORT1-Informationen keine BVB-Delegation nach Barcelona geflogen. Dennoch steht der 20-Jährige weiterhin hoch im Kurs. Und das aus gutem Grund.

Zieht es Hector Fort nach Dortmund?
Zieht es Hector Fort nach Dortmund?Zieht es Hector Fort nach Dortmund?© IMAGO/Photo Players Images

BVB sieht Handlungsbedarf

Die Dortmunder sind überzeugt, dass sie mit Daniel Svensson und Julian Ryerson auf den Außenverteidiger-Positionen nicht breit und vor allem qualitativ nicht stark genug aufgestellt sind. Auch Schienen-Backup Maximilian Beier, der seine Flexibilität bereits unter Beweis gestellt hat, gilt – auch wegen seines Defensivverhaltens – nicht als Ideallösung. Beier ist schließlich gelernter Offensivspieler.

Wie groß der Handlungsbedarf ist, zeigte auch der Supercup: Immer wieder wechselten Svensson und Ryerson die Seiten. Mal klappte es besser, oft weniger gut. Fest steht: Ryerson ist als Rechtsfuß auf der rechten Seite besser aufgehoben, Linksfuß Svensson auf der linken. Andere Optionen gibt es derzeit kaum.

Deshalb will der BVB Barca-Juwel Fort

Fort, der bereits mit 17 Jahren in der Champions League debütierte, stammt aus der Jugend der Katalanen. Wie es sich für einen Absolventen der „La Masia“ gehört, ist der 20-Jährige technisch enorm stark, verfügt über ein gutes Passspiel und überzeugt mit aggressivem Verteidigen und Dynamik.

Zudem ist Fort flexibel einsetzbar. Am liebsten spielt er auf der rechten Seite, kann aber auch links agieren – sowohl offensiver als auch defensiver. In der vergangenen Saison war er an den FC Elche ausgeliehen. In 17 Einsätzen erzielte er drei Tore und bereitete zwei weitere vor. Eine schwere Schulterverletzung, die ihn seit Neujahr mehrere Monate außer Gefecht setzte, verhinderte mehr Einsätze.

Fort ohne Zukunft bei Flick – BVB optimistisch

Und genau deshalb verhandeln die Dortmunder aktuell mit dem FC Barcelona. Fort spielt in den Planungen von Barca-Coach Hansi Flick derzeit keine Rolle. Beim Saisonauftakt gegen Elche (5:0) stand er nicht einmal im Kader.

Genau deshalb würde der Rechtsverteidiger auch gerne wechseln und steht einem Transfer nach Dortmund positiv gegenüber.

Der Knackpunkt könnte – wie so oft – das Geld werden. Die Katalanen erhoffen sich eine Ablöse von rund 20 Millionen Euro, der BVB würde den Betrag gerne drücken.

Bis Dienstag haben die Verantwortlichen noch Zeit, eine Lösung zu finden. Und genau hier herrscht Optimismus.