Brisanter Bericht hinterfragt Zverev

von SPORT1
Bittere Premiere für Zverev
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Bittere Premiere für Zverev

Alexander Zverev ist neue Nummer eins im Männertennis, doch seine Bilanz gegen Top-Gegner wirft trotz zwei Grand-Slam-Titeln Fragen auf. Die italienische Gazzetta dello Sport überrascht nun mit einem brisanten Ranking.

Alexander Zverev hat den Gipfel der Weltrangliste erreicht – und damit deutsche Tennisgeschichte geschrieben. Der 29-Jährige steht mit 9550 Punkten vor Jannik Sinner und ist der erste deutsche Profi, der eine Saison als Nummer 1 der ATP-Weltrangliste beendet. Seine Titel bei den French- und US Open ebneten ihm den Weg an die Spitze.

An der formalen Berechtigung dieses Spitzenplatzes gibt es keinen Zweifel: Das ATP-Ranking belohnt Resultate über einen Zeitraum von 52 Wochen, also etwa einem Jahr. Doch die italienische Sportzeitung Gazzetta dello Sport hat jetzt eine alternative Qualitätsrangliste veröffentlicht, die neben den erzielten Punkten vor allem die Bilanz gegen Top-10-Spieler gewichtet.

Alexander Zverev wird deutlich hinterfragt
Alexander Zverev wird deutlich hinterfragt Alexander Zverev wird deutlich hinterfragt © IMAGO/PsnewZ

Sein Debüt als Weltranglistenerster hatte Zverev am Mittwoch beim ATP-Masters in Paris in den Sand gesetzt: Gegen Lorenzo Musetti aus Italien verlor er sein Auftaktmatch überraschend mit 6:7 (5:7), 2:6.

Pikante Rangliste prüft: Ist Zverevs die schlechteste Nummer eins?

Kurze Zeit später veröffentlichte die Gazzetta dello Sport dann einen brisanten Artikel mit einer pikanten Rangliste. Diese steht unter der Frage: „Ist Zverev wirklich die schlechteste Nummer eins der Geschichte?“

Geht es nach der Zeitung, dann ist er tatsächlich nah dran. In den Berechnungen landet Zverev unter den 23 Weltranglistenersten seit 1990 nur auf Rang 22 – lediglich der Russe Evgeny Kafelnikov wird noch schwächer eingestuft.

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Mit 11.568 Punkten landete Zverev auf dem vorletzten Platz, der stärkste Weltranglistenerste aller Zeiten ist der Analyse nach zufolge Novak Djokovic (19.964). Der Serbe landete vor Rafael Nadal (19.143) und Andre Agassi (17.370).

Bei der Analyse ging die Zeitung wie folgt vor: Bei allen Weltranglistenersten wurden jene 52 Wochen untersucht, bevor der Spieler die Spitze des Rankings erreichte, also quasi das Jahr im Vorfeld. Anschließend wurden die Ergebnisse mit dem aktuellen ATP-Wertungssystem neu berechnet. Zudem wurde ein Bonus berechnet, sollte ein Spieler auf seinem Weg zur Nummer eins einen Spieler aus den Top zehn der Weltrangliste besiegt haben.

Zverev mit schwacher Bilanz gegen Top-Ten-Spieler

Und genau das ist bei Zverev der springende Punkt: Die Analyse wertet in den vergangenen 52 Wochen nur vier Siege gegen Top-10-Gegner bei zehn Niederlagen und damit den schwächsten Wert des Vergleichsfeldes. Seine Major-Titel bleiben davon unberührt, zumal Ben Shelton im US-Open-Endspiel ein Top-10-Spieler war.

Die Rechnung stellt Zverevs Nummer 1 deshalb nicht infrage, sondern legt einen anderen Maßstab an: Konstanz und Punktesammeln einerseits, direkte Duelle mit den stärksten Rivalen andererseits.

Zverev profitierte von seiner außergewöhnlich regelmäßigen Anwesenheit bei fast allen Turnieren und seinen zwei Grand-Slam-Triumphen. Gegen Sinner, Carlos Alcaraz und weitere Topspieler blieb seine Bilanz jedoch ein klarer Angriffspunkt – und genau das drückt seinen Wert in der Qualitätsrangliste.


Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.