Tennis-Legende McEnroe ruft zum Grand-Slam-Boykott auf

von SPORT1
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John McEnroe fordert einen Boykott von ein bis zwei Grand Slams, damit Profis mehr Einnahmen und Mitsprache erhalten.

John McEnroe hat die Tennisprofis zu einem drastischen Schritt im Streit um die Verteilung der Grand-Slam-Einnahmen aufgefordert. Der siebenmalige Grand-Slam-Sieger regte am Rande des Laver Cups an, einen oder zwei der vier Majors zu boykottieren.

Nur durch solch einen erzeugten Druck könnten die Spieler eine stärkere wirtschaftliche Beteiligung und mehr Einfluss auf zentrale Entscheidungen durchsetzen. „Die Spieler sollten bei den Majors Partner sein. Dass sie es nicht sind, sorgt für Reibung – sie erhalten einen so kleinen Anteil der Einnahmen“, sagte McEnroe.

Die Tennis-Legenden John McEnroe (r.) und Roger Federer auf der Tribüne beim Laver Cup
Die Tennis-Legenden John McEnroe (r.) und Roger Federer auf der Tribüne beim Laver CupDie Tennis-Legenden John McEnroe (r.) und Roger Federer auf der Tribüne beim Laver Cup© IMAGO/Cover-Images

McEnroe sieht Boykott als „einzigen Weg“

McEnroe sieht die Spieler nicht nur bei den Einnahmen, sondern auch bei der Gestaltung des Turnierkalenders zu wenig eingebunden. „Der einzige Weg, das meiner Meinung nach zu erreichen, ist, einen oder zwei dieser Slams zu boykottieren“, erklärte der US-Amerikaner.

Die Tennis-Profis fordern unter anderem, den Anteil der Einnahmen, der als Preisgeld ausgeschüttet wird, bis 2030 auf 22 Prozent anzuheben. Derzeit liegt dieser Wert im Schnitt bei etwa 15 Prozent.