Tennis-Star: „Bitte sucht euch Hilfe“
Historischer Coup: Tennis-Star erstmals im US-Open-Finale
Taylor Fritz schlägt Alarm. Der US-Amerikaner kritisiert kurz nach den US Open die Qualität der im Handel erhältlichen Tennisbälle und sieht darin ein Problem für die optimale Wettkampfvorbereitung.
Taylor Fritz hat in einer überraschenden Schimpftirade die Qualität der Tennisbälle kritisiert. Der Topstar beklagte auf X erhebliche Unterschiede zwischen den Bällen, die bei Turnieren verwendet werden, und den offiziell als identisch vermarkteten Bälle der Marke Wilson.
„Es folgt ein riesiger Rant über Tennis-Bälle“, leitete Fritz seine Worte ein – um dann loszulegen.
Nach den Turnieren in Washington, Cincinnati und bei den US Open habe er ein „sehr gutes Gefühl“ für die Spielbälle entwickelt, schrieb Fritz. Die bei den Wettbewerben eingesetzten Bälle seien „gute Bälle“ gewesen, an denen er nichts auszusetzen habe.
Fritz-Niederlage bei den US Open
Umso größer sei seine Überraschung nach der Rückkehr ins Training gewesen. Die Bälle aus dem Handel würden sich „komplett anders“ verhalten als jene, die bei den Turnieren genutzt wurden. Fritz beschrieb sie als ungewöhnlich weich, träge und langsam. Selbst nachdem er mehrere Dosen ausprobiert habe, sei der Eindruck derselbe geblieben.
„Ich musste mich mit dem ganzen Körper in die Schläge werfen und es kam nichts dabei heraus. Das verändert auch die Technik“, moniert er. Wenige Tage zuvor hatte er übrigens in der 3. Runde der US Open gegen Francisco Cerundolo in fünf Sätzen verloren.
Der US-Amerikaner erklärte zudem, andere Profis hätten ihm von ähnlichen Erfahrungen berichtet. Die Unterschiede seien aus seiner Sicht so groß, dass sie direkten Einfluss auf das Spiel hätten. Man müsse mehr Aufwand betreiben, um Tempo zu erzeugen, und passe dadurch sogar die eigene Schlagtechnik an.
Für Fritz liegt darin das eigentliche Problem. Profis müssten mit denselben Bällen trainieren können, mit denen sie später auch Wettkämpfe bestreiten. Seiner Meinung nach sei die Konsistenz zwischen Trainings- und Wettkampfbällen in der Vergangenheit deutlich besser gewesen.
Besonders kritisch sieht der 28-Jährige die Entwicklung der vergangenen anderthalb Jahre. Nicht nur bei Wilson, sondern auch bei Dunlop habe er spürbare Unterschiede zwischen den im Handel erhältlichen Bällen und den Turnierbällen festgestellt. Auf Profi-Niveau verändere das die Art, Punkte aufzubauen, Risiken einzugehen und Matches zu spielen.
Wer dachte, dass Fritz es dabei belassen würde, irrte sich indes. Denn der US-Amerikaner legte mit einem zweiten Tweet nach.
„Und an alle, die versuchen, das mit meiner Niederlage in Verbindung zu bringen oder zu behaupten, ich würde damit eine Ausrede für eine Niederlage suchen: Bitte sucht euch Hilfe. Es tut mir leid, euch sagen zu müssen, dass ihr tatsächlich ahnungslos seid“, schrieb Fritz.
Alle Spiele der US Open im Tennis LIVE und in voller Länge bei Sporteurope.TV!
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt