Alcaraz übt Kritik an der ATP und sorgt sich um Sinner
Nach Verletzung: Alcaraz feiert besonderen Titel
Carlos Alcaraz kritisiert vor seinem Shanghai-Auftakt angesichts von vielen Verletzungen einmal mehr den dichten ATP-Kalender. Außerdem sorgt sich der Spanier um Jannik Sinner.
Carlos Alcaraz ist nach seiner langen Verletzungspause wieder auf erfolgreicher Titeljagd – und schlägt zugleich Alarm. Der Spanier verteidigte unter der Woche seinen Titel beim ATP-500-Turnier in Tokio mit einem 7:6 (7:4), 6:4 im Finale gegen Jiri Lehecka.
Es war sein erster Einzel-Turniersieg seit der Rückkehr nach einer mehrmonatigen Pause wegen Problemen am rechten Handgelenk. Beim Masters in Shanghai steigt die Nummer zwei der Setzliste am Samstag gegen Juan Manuel Cerundolo ein. Über das Viertelfinale kam Alcaraz dort bislang nie hinaus.
Tennis: Alcaraz sorgt sich um Sinner
Vor seinem Auftakt richtete Alcaraz deutliche Worte an die ATP. „Einer der Gründe, warum wir so viele verletzte Spieler sehen, ist, dass wir zu sehr gedrängt werden – manchmal über die Grenze hinaus“, sagte der Spanier. Er kritisierte die hohe Turnier- und Matchbelastung: „Wir spielen zu viele Turniere, zu viele Matches, und ich denke, die Entwicklung geht in die falsche Richtung.“
Seine eigene Zwangspause hat neben den körperlichen Beschwerden auch Zweifel ausgelöst: „Manchmal fragte ich mich, ob ich wieder in Form kommen würde, ob ich noch derselbe Spieler wäre und ob ich bei jeder Vorhand Schmerzen im Handgelenk spüren würde.“
Alcaraz verwies auch auf Jannik Sinner, der seit seinem Wimbledon-Triumph am 12. Juli wegen einer Knieverletzung nicht mehr gespielt hat und seine Saison beendet hat. „Ich wünsche Jannik für die kommenden Monate nur das Beste, damit er für die nächste Saison in einer guten Position ist. Ich hoffe, ihn bald wiederzusehen“, sagte Alcaraz.
Während Sinner pausiert, will der Tokio-Champion die asiatische Hartplatzserie nutzen, um noch besser in Form zu kommen – trotz seiner klaren Kritik am dicht gedrängten Tourkalender.
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