Deutsches Drama bei Reit-WM!
Reit-WM: Deutscher Topstar mit folgenschwerem Fehler
Ein Trio zeigt starke Leistungen im Parcours - doch ausgerechnet dem Topstar Richard Vogel unterläuft ein folgenschwerer Fehler.
Richard Vogel klopfte seinem Pferd lobend den Hals, die Enttäuschung konnte der Europameister beim Ritt aus dem Hauptstadion allerdings nicht verbergen.
Beim Auftaktspringen der Heim-Weltmeisterschaften in Aachen hat sich die deutsche Equipe dank einer geschlossen starken Mannschaftsleistung die zwischenzeitliche Führung gesichert – doch ausgerechnet Topfavorit Vogel patzte. Vogels Hoffnung, seinen Status als neues deutsches Aushängeschild des Springreitens mit dem Einzeltitel zu untermauern, bekam einen empfindlichen Dämpfer.
Reit-WM: Vogels Abwurf sorgt für Dämpfer
Mit insgesamt 3,48 Fehlerpunkten liegt das Team von Bundestrainer Otto Becker nach dem Zeitspringen vor Belgien (+3,69) und den USA (4,85), auch in der Individualwertung sieht es gut aus: Überragende deutsche Starterin war Sophie Hinners (+0,84/4.) knapp vor Daniel Deußer (0,86/5.). Marcus Ehning sortierte sich zunächst auf Rang 20 (+1,78) ein, Vogel lieferte das Streichergebnis (+3,38/46.). Bester Reiter des Tages war der Franzose Julien Epaillard.
„Das Springen hat sich eigentlich ganz einfach angefühlt. Ich bin super stolz“, freute sich Hinners nach ihrem starken Start beim WM-Debüt. Zuvor hatte am Mittwochmorgen zunächst Ehning eine gute Vorstellung gezeigt, als erster Reiter des Tages war er in den Parcours gegangen. Nicht gerade seine „Wunschvorstellung“, resümierte der Routinier, mit seinem Pferd sei er aber „unglaublich zufrieden“.
Auch in der Folge blieb die Stimmung im deutschen Team nach starken Auftritten hervorragend – bis Vogel sich unter lautem Raunen des Publikums den ersten deutschen Abwurf leistete.
„Ich bin enttäuscht von mir selbst“
„Ich bin ehrlicherweise ziemlich enttäuscht von mir selbst“, sagte der 29-Jährige. Der Weg zum Einzeltitel ist zwar noch lang und noch nicht völlig verbaut, jetzt aber muss das Duo das Feld von hinten aufrollen.
Große Punktabstände zwischen den Top-Duos gibt es nach dem Zeitspringen generell nicht, Fehler und Zeit werden in einen Gesamtscore umgerechnet. Der Tagesbeste erhält null Strafpunkte, alle anderen die Differenz zu diesem Ergebnis. Danach gilt wieder: Ein Abwurf bringt vier Punkte.
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Am Donnerstag steht der erste Umlauf des Nationenpreises an (ab 9.00 Uhr), die Teamentscheidung fällt in der zweiten Runde am Freitagabend unter Flutlicht (ab 18.50 Uhr). Der Einzelweltmeister wird am Sonntag gekrönt (ab 14.20 Uhr).