WM-Silber und Bronze für Deutschland
Am dritten Tag der Wettbewerbe verpassen Marc Lembeck und Pilot Robert Förstemann das Podium. dagegen knapp.
Marie Quellhorst und Lara Wolleschensky haben dem deutschen Behindertensportverband (DBS) bei den Bahnrad-Weltmeisterschaften in Apeldoorn weitere Medaillen beschert. Nach Scratch-Bronze fuhr Quellhorst am dritten Tag der Wettbewerbe im Ausscheidungsfahren der Startklasse C3 zu Silber, ihre Cottbuser Teamkollegin Wolleschensky wurde Dritte. Das Duo musste sich nur der ehemaligen Olympia-Shorttrackerin Tifany Huot Marchand aus Frankreich geschlagen geben.
Das Tandem-Duo Marc Lembeck und Pilot Robert Förstemann verpasste im Sprint eine Medaille knapp. Im Duell um Bronze unterlag der sehbehinderte Solinger mit dem Olympia-Bronzemedaillengewinner von London den Australiern Beau Wootton und Byron Davies nach zwei Läufen. Lembeck, der schon als Leichtathlet und Ruderer an Paralympics teilgenommen hatte, und Förstemann sind erst seit einem Jahr ein Team. Das große Ziel ist Gold bei den Sommerspielen 2028 in Los Angeles.
Die 17-jährige Maya Fügenschuh und Corinna Lechner fuhren im Sprint der Frauen ebenfalls auf Rang vier. Auch Fügenschuh, die im März als Skifahrerin bei den Winterspielen in Cortina d’Ampezzo dabei war, und ihre Pilotin verloren im Rennen um Bronze beide Läufe.
Im Sprint der Klasse C4 kam Vanessa Laws auf Rang fünf. Manuel Korber wurde im Ausscheidungsfahren der C3-Männer ebenfalls Fünfter.
„Ich hatte vor dem Rennen echt ultra Angst. Es war mein erstes Ausscheidungsrennen, da geht es immer richtig zur Sache, das sieht man ja auch im Fernsehen“, berichtete Quellhorst, die in Apeldoorn ihre erste WM auf der Bahn fährt: „Mit der Silbermedaille bin ich nun super zufrieden, damit habe ich nicht gerechnet.“ Zuvor hatte sie bereits auf der Straße internationale Erfolge gefeiert und zweimal Silber im Zeitfahren gewonnen.
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Insgesamt steht der DBS vor den finalen Wettbewerben am Sonntag bei drei Medaillen.