Rechenspiele mit X-Faktor: Antonellis Weg zum Titel
Der Mercedes-Pilot kann schon am Sonntag in Austin Weltmeister werden. Mit Blick auf den weiteren Saisonverlauf bleiben aber Fragezeichen.
Ob Kimi Antonelli Weltmeister wird, diese Frage stellt sich in der Formel 1 kaum noch – und auch die Ungewissheit über das Wann könnte schon an diesem Wochenende enden: Der Italiener im Mercedes hat beim Großen Preis der USA (Sonntag, 21.00 Uhr MESZ/Sky) seinen ersten Titelmatchball.
Formel 1: Titelkampf mit Ungewissheit
Dafür muss Antonelli allerdings gewinnen, gleichzeitig benötigt er schwache Ergebnisse der Konkurrenten: Sein Teamkollege George Russell dürfte maximal Neunter werden, Ferrari-Pilot Lewis Hamilton höchstens Fünfter. Antonelli geht mit 102 Punkten Vorsprung auf Russell ins Rennen, auf Hamilton sind es 111 Punkte. Nach dem Wochenende stehen noch fünf Rennen aus, dann sind also noch 125 Punkte zu gewinnen – bei normalem Verlauf.
Denn diese Saison könnte noch eine ungewöhnliche Wendung bereit halten: Aufgrund des Krieges in der Region sind Zweifel an den beiden abschließenden Rennen in Katar (29. November) und Abu Dhabi (6. Dezember) weiterhin angebracht. Die Formel 1 und der Weltverband FIA haben wiederholt ihre Absicht unterstrichen, den Rennkalender nicht zu verändern, die aktuelle Situation lasse eine Ausrichtung auch zu. Die volatile Lage am Persischen Golf ist aber auch für die Verantwortlichen schwer vorherzusagen.
Ersatz-GP in Imola geplant
Selbst im Fall einer kurzfristigen Absage beider Rennen gäbe es allerdings nur einen Grand Prix als Ersatz: Im italienischen Imola werden Vorkehrungen dafür getroffen. Das würde bedeuten, dass nach der Station in Austin nur noch vier Rennen anstünden, dann wären nur noch 100 Punkte zu gewinnen – alle Rechenspiele bis zum Saisonende würden sich verändern.
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Ein mögliches Szenario wäre etwa: Antonelli kommt am Sonntag nur knapp vor Russell und Hamilton ins Ziel und verlässt Texas daher nicht als Weltmeister. Noch vor dem folgenden Rennen in Sao Paulo (8. November) sieht sich die Formel 1 aber doch veranlasst, die beiden Rennen in Katar und Abu Dhabi durch eines in Imola zu ersetzen – dann hätte Antonelli zwischen zwei Grands Prix plötzlich den Titel sicher.