FIA erklärt F1-Farce von Malaysia
Formel 1: Max Verstappen zieht mit Michael Schumacher gleich
Vor dem Rennen in Malaysia war es zu skurrilen Szenen gekommen. Nun erklärt sich die FIA und ergreift Maßnahmen
Der Automobil-Weltverband FIA hat die Untersuchung der Motorenaussetzer vor dem Formel-1-Rennen in Malaysia abgeschlossen und Maßnahmen für künftige Rennen getroffen.
Die Überprüfung habe ergeben, „dass einige Fahrzeuge, die in bestimmten Streckenabschnitten mit niedriger Motordrehzahl fuhren und bei denen eine Leistungsreduzierung um 250 kW angewendet wurde, einen Leistungsabfall verzeichneten, der über die ursprünglich beabsichtigte Grenze hinausging und in diesen Abschnitten nicht wieder ausgeglichen werden konnte“, schrieb die FIA am Donnerstag.
Vor dem Grand Prix, den Max Verstappen im Red Bull gewann, hatten zahlreiche Autos auf der Formationsrunde nicht mehr beschleunigen können, einige blieben gar auf der Strecke stehen. Zuvor hatte es stark geregnet, in den neuen Hybrideinheiten mit beinahe 50-prozentigem Elektroanteil waren daher besondere Einstellungen für die Fahrt auf nasser Strecke notwendig. Diese veränderten Settings führten letztlich zu den Problemen. Das Rennen begann aufgrund des Regens und der notwendigen Softwareanpassungen in den Boliden mehr als anderthalb Stunden später als geplant.
Auch in Singapur könnte es regnen
Die für das Rennen in Sepang festgelegte Konfiguration werde nun für den Großen Preis von Singapur am Sonntag (14.00 Uhr) „wieder eingeführt, sollten ähnliche Wetterbedingungen zu erwarten sein“, teilte die FIA mit. Auch für die 17. WM-Station ist laut aktueller Prognose mit Regen zu rechnen. Zudem wird für den folgenden Grand Prix Ende Oktober im US-amerikanischen Austin/Texas „ein weiteres Update der Regenwetter-Software veröffentlicht“.
Der Weltverband ging auch auf kritische Stimmen ein, die behaupteten, dass die Software im Vorhinein nicht getestet worden sei. „Vor der Implementierung führten die Teams und die Antriebseinheitenhersteller Simulationsübungen durch, um das Softwarepaket zu validieren, das anschließend während der ersten freien Trainings sowohl beim Großen Preis von Belgien als auch beim Großen Preis der Niederlande unter realen Rennbedingungen getestet wurde“, hieß es.
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In Zukunft werde man nun „gemeinsam mit den Teams und den Antriebseinheit-Herstellern die Test- und Verifikationskapazitäten für die Antriebseinheit-Software weiter ausbauen“, teilte die FIA mit, „und den gesamten Validierungsprozess durch unabhängige Bewertungen und gemeinsames Feedback verbessern, einschließlich der Beiträge des Lieferanten der standardisierten elektronischen Steuereinheit“.