Günther Steiner mit scharfer Kritik an FIA-Präsident

von SPORT1
Günther Steiner mit scharfer Kritik an FIA-Präsident

Günther Steiner kritisiert FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem für dessen angekündigte Hilfe für Fernando Alonso und Aston Martin.

Günther Steiner hat FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem nach dessen Vorstoß zugunsten von Fernando Alonso scharf kritisiert. Der frühere Haas-Teamchef sieht es nicht als Aufgabe des Weltverbands, Aston Martin durch die sportliche Krise zu helfen, um den zweimaligen Weltmeister in der Formel 1 zu halten.

Ben Sulayem hatte vor dem Spanien-GP erklärt, es sei „nicht akzeptabel“, falls Alonso wegen der fehlenden Konkurrenzfähigkeit seines Teams abtrete. Der 45-Jährige fährt in seiner Heimat mit einem auslaufenden Aston-Martin-Vertrag und hat seine Zukunft über die Saison hinaus offengelassen. Der Rennstall liegt nach einem schwierigen Saisonstart nur auf Rang zehn der Konstrukteurs-WM, Alonso holte bislang sämtliche drei Punkte des Teams.

Günther Steiner poltert herum

Der FIA-Präsident verwies auf bereits im Mai getroffene Maßnahmen und kündigte ein Gespräch mit Alonso an. „Es gibt keinen Weg, Fernando Alonso, einen großen Champion, einfach wegen der Umstände gehen zu lassen“, sagte Ben Sulayem. Ein FIA-Sprecher stellte anschließend klar, dass sich die Aussagen auf das ADUO-System beziehen. Dieses ermöglicht Herstellern mit deutlichem Rückstand bei der Power Unit zusätzliche Entwicklungs- und Aufrüstmöglichkeiten.

Steiner hält die öffentliche Einmischung für verfehlt. „Niemand verdient es, irgendwo zu sein – nicht nur in der Formel 1. Man muss dafür arbeiten und es wollen, aber man verdient es nicht“, sagte der Südtiroler im Podcast The Red Flags. Aston Martin müsse seine Probleme selbst lösen: „Das ist ihr Problem. Es ist nicht das Problem des Verbands.“

Als Gegenbeispiel nannte Steiner Cadillac. Das neue, elfte Team der Formel 1 wartet noch auf seinen ersten WM-Punkt. „Was soll Cadillac sagen? Dass sie es verdienen, besser zu sein und Hilfe brauchen? Sie brauchen übrigens sehr viel Hilfe – viel mehr als Aston Martin.“ Der frühere Teamchef ist aber überzeugt: „Aston Martin kann sich selbst helfen, und sie werden sich selbst helfen.“


Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.