Berühmter Schumacher-Moment erscheint in neuem Licht

Schumachers erster WM-Titel - 30 Jahre danach
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Schumachers erster WM-Titel - 30 Jahre danach

Eine neue Netflix-Doku über Michael Schumacher gibt besondere Einblicke zur Formel-1-Legende. Seine Frau Corinna und Manager Willi Weber sprechen über eine besonders heftige Episode.

Ganz besondere Einblicke in der neuen Netflix-Dokumentation „Schumacher ’94 – Die Geburt einer Legende“: In dem 105 Minuten langen Film über Michael Schumacher sprechen unter anderem seine Frau Corinna und Manager Willi Weber – ihre Aussagen lassen einen dramatischen Moment in der Karriere des Rekordweltmeisters der Formel 1 in einem neuen Licht erscheinen.

Die Doku zeichnet Schumachers besondere Saison 1994 nach, in der er seinen ersten von insgesamt sieben WM-Titeln holen wird – die aber durch den tödlichen Unfall von Legende Ayrton Senna im Rennen von Imola auch tragisch überschattet wurde.

Michael Schumacher am Grand-Prix-Wochenende in Imola, in Gedanken versunken
Michael Schumacher am Grand-Prix-Wochenende in Imola, in Gedanken versunkenMichael Schumacher am Grand-Prix-Wochenende in Imola, in Gedanken versunken© IMAGO/WEREK

Dieser Moment wurde Michael Schumacher lange nicht verziehen

Was viele Fans dem lange als berechnend, analytisch und zu wenig euphorisch verschrienen Schumacher nicht verziehen haben: Beim Imola-GP 1994 jubelte er als Sieger, während mit Senna die F1-Legende schlechthin gerade ihr Leben verloren hatte.

Gewiss: Senna wurde erst nach dem Rennen für tot erklärt, aber viele ahnten bereits anhand der Unfallbilder die Katastrophe. Zuvor war am gleichen Wochenende schon der Österreicher Roland Ratzenberger am Samstag im Qualifying tödlich verunglückt.

Die neue Doku zeigt deutlicher denn je: Schumacher war weit aufgewühlter, als viele mitbekamen. Er dachte nach Sennas Unfall sogar daran, seine Karriere zu beenden!

Ayrton Senna und Michael Schumacher vor dem Rennen in Imola 1994
Ayrton Senna und Michael Schumacher vor dem Rennen in Imola 1994Ayrton Senna und Michael Schumacher vor dem Rennen in Imola 1994© IMAGO/ZUMA Press Wire

Neue Doku enthüllt: Schumacher dachte an Karriere-Ende

„Er hat im Bus geweint und hat mir gesagt, dass er überlegt, ob er das nächste Rennen fahren will“, bestätigt sein damaliger Manager Willi Weber laut der Bild, die die Doku vorab sehen konnte.

Seiner Frau verriet er aber nichts von diesen Zweifeln. „Er hat nicht zu mir gesagt, dass er das nicht mehr machen kann. Ich denke, er wollte mich beschützen“, erzählt Corinna Schumacher.

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Tod von Ayrton Senna schockte Michael Schumacher

Der Tod von Senna hat bei den Schumachers tiefe Spuren hinterlassen. „Da haben wir zum ersten Mal verstanden, dass es wirklich gefährlich wird“, erinnert sich Corinna, deren Ehemann seit seinem schweren Skiunfall 2013 von der Öffentlichkeit abgeschottet lebt.

Michael Schumacher 1994 mit seiner Frau Corinna in Imola
Michael Schumacher 1994 mit seiner Frau Corinna in ImolaMichael Schumacher 1994 mit seiner Frau Corinna in Imola© IMAGO/Laci Perenyi

Sie erzählt außerdem davon, dass unter den Fahrern bereits nach Ratzenbergers Tod diskutiert wurde, ob das Rennen am Sonntag überhaupt stattfinden solle. „Ich hätte mir gewünscht, dass sie nicht gefahren wären“, blickt Corinna Schumacher zurück: „Michael hat auch gesagt, dass sie nicht fahren sollten. Aber wenn die Entscheidung ‚Fahren‘ lautet, dann musst du fahren.“

Letztlich wurde gefahren, einen Tag nach Ratzenbergers Unfalltod starb beim Rennen auch Senna und Schumachers Jubel über den Sieg wurde ihm lange vorgeworfen. Die Einblicke aus der neuen Doku zeigen nun aber, was im Hintergrund wirklich vorging.