Schmidt hört nach 20 Jahren in Heidenheim auf
Bei dieser Thematik schlägt Kult-Trainer Schmidt Alarm
Frank Schmidt hört nach der Saison als Trainer beim 1. FC Heidenheim auf. Damit endet eine zwanzigjährige Ära.
In Heidenheim endet eine Ära. Cheftrainer Frank Schmidt hört am Ende der Saison nach 20 Jahren beim 1. FC Heidenheim auf.
Wie die Heidenheimer am Abend mitteilten, hat sich der aktuell dienstälteste Trainer des deutschen Profifußballs dazu entschieden, seinen auslaufenden Vertrag kein weiteres Mal zu verlängern und wird den Verein am Saisonende, auf eigenen Wunsch hin, verlassen.
„Holger Sanwald und ich standen in den letzten Monaten immer wieder im offenen und sehr engen Austausch zu diesem Thema – unter anderem auch in der vergangenen Länderspielpause. Es war beeindruckend, wie sehr sich der Verein um eine erneute Vertragsverlängerung mit mir bemüht hat. In den letzten Wochen ist bei mir jedoch der Entschluss gereift, dass es an der Zeit ist, eine Entscheidung zu treffen – auch hinsichtlich der Planungsfähigkeit des FCH“, wurde Schmidt in der Pressemitteilung des Vereins zitiert.
Die Entscheidung, seinen Vertrag nicht zu verlängern, sei erst in dieser Woche gefallen: „Ich habe Holger Sanwald deshalb am Montag mitgeteilt, dass ich meinen Vertrag kein weiteres Mal verlängern werde, weil ich nach fast 20 Jahren im Traineramt beim FCH im Sommer einfach eine Pause machen will. Wie lange diese Pause sein wird und was ab dem 1. Juli in meinem Leben kommt, darüber mache ich mir aktuell keine Gedanken – im Gegenteil: Das verbiete ich mir bis dahin selbst.“
„Franks Entscheidung markiert natürlich eine Zäsur für unseren gesamten Verein“
Jetzt zähle für Schmidt sowieso zunächst, bis zum Ende der Saison alles für Heidenheim zu geben: „Wir haben gemeinsam als FCH über viele Jahre eine einzigartige Geschichte im deutschen Profifußball geschrieben, aber das letzte Kapitel ist noch nicht zu Ende. Darauf freue ich mich jetzt und verspüre eine große Lust darauf.“
Der Verein bedauert die Entscheidung. „Franks Entscheidung markiert natürlich eine Zäsur für unseren gesamten Verein, die fraglos eine riesige Veränderung mit sich bringen wird“, sagte Heidenheims Vorstandsvorsitzender Holger Sanwald.
Im Anschluss formulierte er die Dankbarkeit: „Was Frank Schmidt für unseren FCH geleistet hat, lässt sich mit Worten kaum beschreiben – ohne Frank als Cheftrainer wäre unsere sportliche Entwicklung aus dem Amateurbereich bis in die Bundesliga und den Europapokal so überhaupt nicht möglich gewesen. Darüber hinaus hat er die Werte unseres Vereins als Vorbild nach innen und nach außen vorgelebt wie kein Zweiter.“
Für den Verein würde die frühzeitige Entscheidung zudem Planungssicherheit geben. Jetzt gelte es aber erstmal: „Wir, als große FCH Familie, haben jetzt noch mindestens 24 Spiele lang die Möglichkeit, Frank gemeinsam den größtmöglichen Abschied zu bereiten, den er sich als Trainer und Mensch in unserem Verein verdient hat.“