Marc Márquez in Katar: Spät hin, schnell weg

von SID
Marc Márquez in Katar: Spät hin, schnell weg

"Ich wäre gerne woanders", sagt der MotoGP-Weltmeister vor dem Grand Prix in Lusail.

Auf die Reise nach Katar hätte Marc Márquez lieber verzichtet. „Ich wäre gerne woanders“, sagte der MotoGP-Weltmeister vor dem Grand Prix in Lusail: „Aus diesem Grund bin ich mit dem spätestmöglichen Flug angereist, und ich werde mit dem frühestmöglichen Flug wieder abreisen.“

Zwischendurch kann der spanische Motorradstar Weltmeister werden, doch der Sport ist wegen der Sicherheitslage im Nahen Osten etwas in den Hintergrund gerückt. Der Großteil der Fahrer wollte nicht zur 19. WM-Station reisen. „Aber wir sind hier“, sagte Márquez, „wir sind bereit, Rennen zu fahren – und zwar mit voller Konzentration.“

Drohende Strafen und vertragliche Verpflichtungen gaben am Ende den Ausschlag für eine Teilnahme. Lediglich Yamaha verweigerte seine Teilnahme, reiste mit seinen zwei Teams nicht an.

Dafür, dass die Piloten zumindest öffentlich lange gar nichts zum Streitfall sagten, hat Stefan Bradl eine Erklärung. „Ich glaube, die sind schon dann auch irgendwo angehalten worden, da ruhig zu sein und nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen“, sagte der frühere MotoGP-Pilot und heutige ServusTV-Experte dem SID.

In der Angelegenheit müsse man aber „schon auch den Veranstalter zur Rechenschaft ziehen und sagen, habt ihr euch denn genügend abgesichert und wie schaut es denn aus?“, so Bradl: „Und da glaube ich schon, dass sie sich bemüht und mit den Behörden vor Ort in Katar das Ganze abgesprochen haben.“ Katar selbst habe „logischerweise“ Interesse daran, „dass das Ganze dort stattfindet. Es geht um viel Geld.“

DEINE MEINUNG

Márquez kann in der Wüste seinen zehnten Weltmeistertitel holen. Der Ducati-Werksfahrer führt im Klassement mit 399 Punkten vor dem Aprilia-Duo Jorge Martín (Spanien/355) und Marco Bezzecchi (Italien/332). Im Sprint am Samstag und im Grand Prix am Sonntag (jeweils 17.00 MEZ/beide Sky und DF1) muss Márquez insgesamt 30 Punkte mehr holen als Martín und acht Punkte mehr als Bezzecchi – dann ist alles durch.