WM: Kevric stark in der Quali – Schönmaier stürzt am Sprung
Während WM-Debütantin Helen Kevric eine starke Leistung an ihrem Paradegerät zeigt, muss Karina Schönmaier schon eine große Enttäuschung einstecken.
Deutschlands Turn-Europameisterinnen Helen Kevric und Karina Schönmaier haben zum Start der Weltmeisterschaften in Rotterdam verschiedene Emotionen durchlebt. In der Qualifikation erzielte die 18 Jahre alte WM-Debütantin Kevric in ihrer Paradeübung am Stufenbarren herausragende 14,766 Punkte und machte somit einen großen Schritt in Richtung des Gerätefinals. Schönmaier dagegen stürzte bei ihrem zweiten Versuch am Sprung.
Schönmaier stürzt, Kevric überzeugt
„Das war nicht mein Tag! Ich habe vor meinem Sturz einfach in der Luft die Orientierung verloren“, sagte Schönmaier, bei der Heim-EM in Leipzig im Vorjahr hatte die 21-Jährige noch am Sprung triumphiert. Dieser Wettbewerb ist für sie allerdings schon jetzt gelaufen. Sie „musste das schnell vergessen, um für das Team stark zu sein“, erklärte die Turnerin weiter.
„Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung, auch das Team hat gut performt“, freute sich dagegen Kevric. Im August hatte sie bei der EM in Zagreb Gold am Stufenbarren geholt und damit ihre lange Leidenszeit nach einer im Vorjahr in Leipzig zugezogenen Knieverletzung eindrucksvoll beendet. Schon jetzt kann die Olympia-Sechste von Paris mit dem Gerätefinale am kommenden Samstag planen.
Qualifikation: Frauen hoffen, Männer raus
Bislang turnte am ersten von zwei Qualifikationstagen der Frauen in der niederländischen Hafenstadt allerdings nur ein kleiner Teil aller Athletinnen, sieben von zehn Gruppen sind erst am Montag gefordert. Ob die gezeigte Leistung von 158,661 Punkten den deutschen Turnerinnen um Kevric, Schönmaier, Emma Malewski, Madita Mayr und Lea Quaas für einen Platz im Teamfinale am Mittwoch (19.30 Uhr) reicht, bleibt abzuwarten. Olympiasieger USA liegt bei 164,529 Punkten.
Die Männer-Qualifikation ist indes bereits beendet – und verlief für den Deutschen Turnerbund (DTB) enttäuschend. Mit Rang 15 verpasste die Auswahl einen Platz im Team-Wettbewerb deutlich, weiter geht es lediglich für Timo Eder. Der Pariser Olympiateilnehmer sicherte sich einen Platz im Mehrkampffinale.