Kevric bereit für Stufenbarren-Finale

von SID
Kevric bereit für Stufenbarren-Finale

Gleich bei ihrem WM-Debüt könnte der deutschen Turnerin ein Medaillencoup gelingen.

Die deutsche Top-Turnerin Helen Kevric verspürt vor dem Stufenbarren-Finale am Samstag bei den Weltmeisterschaften in Rotterdam „keinen besonderen Druck“. Sie werde versuchen, „meine Übung so wie in der Qualifikation zu turnen“, sagte sie. Dort hatte die 18-Jährige Rang zwei belegt und geht somit als Medaillenkandidatin in den Endkampf, der ab 16.30 Uhr beginnt.

Kevric fokussiert: Duell mit Nemour

Auch als Europameisterin – Kevric hatte sich in Zagreb im August Gold an ihrem Paradegerät gesichert – spüre sie vor ihrem großen Auftritt keine ungewohnte Last auf ihren Schultern. „Das Rezept ist: Von Element zu Element denken und einfach alles geben“, sagte Kevric, die in Rotterdam ihr WM-Debüt feiert, am Donnerstag in einer Medienrunde.

Am Samstag kommt es für die Starterin des Deutschen Turner-Bundes (DTB) auch zum Duell mit Qualifikationssiegerin Kaylia Nemour aus Algerien, die bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris Gold am Stufenbarren gewonnen hatte. „Sie ist eine krasse und starke Athletin“, sagte Kevric über ihre Konkurrentin. Dass der Ausgangswert von Nemours Übung am Stufenbarren 7,1 beträgt, ihr eigener aber „nur“ 6,4, beschäftige sie hingegen nicht, betonte Kevric.

Die Stuttgarterin hatte bei der WM mit ihrem Einzug ins Gerätefinale für die einzige Endkampf-Teilnahme bei den deutschen Frauen gesorgt. Im Team hatte es die Riege von Cheftrainer Gerben Wiersma als Zehnte nicht unter die Top acht geschafft. Bei den deutschen Männern konnte einzig Timo Eder in ein Finale einziehen, er tritt am Donnerstag ab 19.30 Uhr bei der Entscheidung im Mehrkampf an.