Olympia: Fricke erwartet intensiven Wahlkampfendspurt

von SID
Olympia: Fricke erwartet intensiven Wahlkampfendspurt

Nach den Bewertungen der Evaluierungskommission sieht der DOSB-Vorstandsvorsitzende Gesprächsbedarf bei den Fachverbänden.

Otto Fricke, Vorstandsvorsitzender des DOSB, erwartet nach dem Bericht der Evaluierungskommission rege Debatten bei den stimmberechtigten Delegierten in den verbleibenden Tagen bis zur Wahl des deutschen Olympiabewerbers am Samstag in Baden-Baden. Er glaube, dass sich viele „emotional schon festgelegt haben“, sagte Fricke, „aber innerhalb der Spitzenverbände wird jetzt sicher noch einmal diskutiert werden.“

Fricke mahnt Fairplay vor Abstimmung

Die Kommission unter dem Vorsitz von Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, hatte am Dienstag ihre Punktevergabe an die Bewerber aus München (87,03), Köln/Rhein-Ruhr (85,02) und Berlin (74,64) in den Kategorien „sportfachliche und operative Eignung“ sowie „internationale Wettbewerbsfähigkeit und nationale Akzeptanz“ bekannt gegeben. Die Delegierten bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am Samstag sind nicht an das Ergebnis gebunden.

Fricke hofft, dass sich die Kandidaten auch auf den letzten Metern zur Abstimmung an die Regeln des Wettbewerbs halten, die der DOSB aufgestellt hat. „Ich kann den Abstimmungsberechtigten nur empfehlen, genau darauf zu schauen, wer sich jetzt wie verhält, wer jetzt fair bleibt“, sagte Fricke. Bislang habe er „wenig Unfairness“ zwischen den Kandidaten erlebt, „mal Kleinigkeiten, aber da sind wir immer eingeschritten, wenn es negative Aussagen des einen über den anderen gab“.

Der DOSB bewirbt sich beim IOC für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. München war 1972 als bislang letzte Stadt in Deutschland Gastgeber der Olympischen Spiele, danach scheiterten sieben Bewerbungen. Diesmal ist der DOSB zuversichtlich, obwohl die internationale Konkurrenz stark ist.