Neuer Doping-Skandal erschüttert Leichtathletik: „Stehen unter Schock“

von SID
Bereits 27 Läufer erwischt! Weiterer Dopingskandal um Kenia
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Bereits 27 Läufer erwischt! Weiterer Dopingskandal um Kenia

Marathon-Weltmeisterin Peres Jepchirchir wird wegen eines Dopings vorläufig gesperrt. Die Kenianerin zählt zu den großen Stars der Szene, 2021 gewann sie Olympia-Gold.

Neuer Doping-Skandal in der Leichtathletik: Kenias Marathon-Weltmeisterin Peres Jepchirchir ist vorläufig gesperrt worden.

Bei der 33-Jährigen wurden bei einer Dopingprobe Spuren von EPO nachgewiesen, wie die unabhängige Integritätseinheit (AIU) des Weltverbandes WA am Freitag mitteilte. Das Mittel fördert die Bildung roter Blutkörperchen und verbessert dadurch den Sauerstofftransport im Blut.

Unter Verdacht: Weltmeisterin Peres Jepchirchir
Unter Verdacht: Weltmeisterin Peres JepchirchirUnter Verdacht: Weltmeisterin Peres Jepchirchir© IMAGO/AFLOSPORT

Bei den pandemiebedingt um ein Jahr verschobenen Olympischen Spielen 2021 von Tokio hatte Jepchirchir ebenfalls Gold gewonnen. Früher hielt sie den Weltrekord im Halbmarathon, außerdem gewann Jepchirchir die großen Marathon-Rennen in London (2024), Boston (2022) und New York (2021).

Nach Angaben der AIU wurde Jepchirchirs Probe im Training in Kenia genommen, bevor sie den Sydney-Marathon am 30. August gewann. „Wir stehen unter Schock, insbesondere angesichts des Kalibers von Peres Jepchirchir und ihrer herausragenden Karriere“, sagte Barnabas Korir vom kenianischen Leichtathletik-Verband der Nachrichtenagentur AFP.

Immer mehr Dopingfälle in Kenia

Kenia sieht sich seit mehreren Jahren mit einer zunehmenden Zahl von Dopingfällen konfrontiert. Seit 2017 wurden mehr als 140 kenianische Athletinnen und Athleten wegen der Verwendung verbotener Substanzen gesperrt oder von Wettkämpfen ausgeschlossen. Unter ihnen ist auch Ruth Chepngetich, die Weltrekordhalterin im Marathon.

Kenia hat kürzlich den Zuschlag für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2029 erhalten, es werden die ersten Titelkämpfe auf dem afrikanischen Kontinent sein. „Diese Meisterschaften werden uns bei unserem Bestreben helfen“, die kenianische Leichtathletik sauberer zu machen, hatte WA-Präsident Sebastian Coe zuletzt gesagt.

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„Kenia bezeichnet sich mit Stolz als Heimat der Champions. Damit dieser Ruf erhalten bleibt und glaubwürdig ist, muss die Leichtathletik dort aber auch sauber sein“, sagte Witold Banka, Präsident der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), zuletzt bei einem Besuch im Land: „Deshalb braucht Kenia eine starke Kultur des sauberen Sports, null Toleranz gegenüber Doping und ein entschlosseneres Vorgehen bei dessen Verhinderung und Bekämpfung.“