Hummel: Ultimate Championship bringt „Zweiklassengesellschaft“
Der Hammerwerfer gewann bei der Premiere des neuen Events gleich sehr viel Geld, sieht aber Anlass zur Kritik.
Hammerwerfer Merlin Hummel sieht nach seiner Krönung zum „Ultimate Champion“ Anlass zur Kritik an dem neuen Leichtathletik-Format. „Es ist eine Zweiklassengesellschaft“, sagte der 24-Jährige im Gespräch mit Sport1 und bezog sich damit auf die Nichtberücksichtigung zahlreicher Disziplinen. Hummel hatte am vergangenen Freitag für seinen Sieg in Budapest ein Preisgeld von 150.000 US-Dollar erhalten, andere Sportarten waren gar nicht erst dabei.
Kritik am Preisgeld trotz Rekord
„Mir wäre es lieber, ich würde nur die Hälfte des Preisgeldes bekommen, dafür wären alle Disziplinen vertreten und würden entsprechend vergütet“, sagte Hummel: „Technisch sollte das möglich sein.“ Er rechne in dieser Thematik noch mit durchaus „schärferer Kritik“.
Die Straffung des Programms war allerdings eines der Hauptziele des Weltverbandes World Athletics bei Schaffung der Ultimate Championship. Ziel war ein kompaktes, fernsehfreundliches Format, an den drei Tagen fanden nur 28 Entscheidungen statt, dafür wurden etwa der Zehnkampf, Kugelstoßen, Diskuswurf oder Marathon gestrichen. Die Teilnehmenden lockte ein Rekordpreisgeld, insgesamt zehn Millionen US-Dollar wurden ausgeschüttet.
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Auch Hummel sieht allerdings Vorteile des Formats. Es sei der Versuch, „die Leichtathletik an die Zeit anzupassen, in der wir leben – mit mehr Kurzlebigkeit. Traditionen abzulegen und progressiv zu denken, kann man nur begrüßen. Die Richtung stimmt.“ Das Meeting fand in Budapest erstmals statt, es soll von nun an in geraden Jahren und damit zwischen den WM-Jahren jeweils am Saisonende ausgetragen werden.