Speerwerfer Weber: Zweifel an mentaler Stärke ausgeräumt
Der Europameister von Birmingham hatte sich im letzten Finalversuch nervenstark gezeigt.
Speerwurf-Europameister Julian Weber sieht seine psychische Stärke mit dem EM-Gold in Birmingham bewiesen. „Mir wurde oft gesagt, dass es bei mir vielleicht doch am Mentalen liegt, dass ich bei Olympia oder einer WM meine Leistung nicht abrufen kann“, sagte Weber im Sport1-Interview: „Aber das habe ich jetzt auf jeden Fall widerlegt – hoffe ich zumindest.“
Weber triumphiert trotz Leidensweg
Trotz einer durch gesundheitliche Probleme erschwerten Vorbereitung war dem 31-Jährigen im Finale am Samstag im letzten Wurf über 90,40 m der Sieg gelungen. In der Vergangenheit hatte es für Weber häufig nicht für eine Medaille gereicht, so blieb ihm etwa bei den Olympischen Spielen in Tokio nur der vierte Platz.
Das Mentale sei „oft die einfachste Erklärung“ für ausbleibende Erfolge. Meist spielten aber mehrere Faktoren zusammen, etwa körperliche Probleme, die Tagesform oder der konkrete Wettkampfverlauf. Bei Olympia und Weltmeisterschaften arbeite man teilweise vier Jahre auf einen einzigen Wettkampftag hin, sagte der Mainzer.